eine gesamtgenealogie der griechisch-mediterranen mythologie
die göttinnen und götter und ihre nachkommen
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arizia
ARIZIA Bei Vergil ist sie die Gemahlin des „von den Toten auferstandenen“ Hippolytos 1 und von ihm Mutter des Virbius; Aeneis 7,761ff: „Teil an dem Kriege nahm auch der edle Hippolytossprößling Virbius. Mutter Aricia sandte den ruhmreichen Helden, den in Egerias Hain sie, am Ufer des Waldsees, erzogen hatte, am opferreichen Altar der milden Diana. Mußte Hippolytos doch, nach der Sage, sterben infolge Phaedras Bosheit, er wurde gemäß dem Fluche des Vaters tödlich zerrissen von scheuenden Pferden; die Liebe Dianas aber und Kräuter des Heilgottes Paion ließen ihn wieder sehen die Sterne des Äthers und atmen die himmlischen Lüfte. Doch der allmächtige Vater, verärgert, weil einer der Menschen sich von den Schatten der Unterwelt wieder zum Lebenslicht aufschwang, schleuderte selbst mit dem Blitzstrahl den Sohn des Phöbus, den Schöpfer derart wirksamer Heilkunst, hinab in die stygischen Sümpfe. Trivia freilich versteckte voll Güte Hippolytos heimlich, gab ihn im heiligen Hain in die Obhut der Nymphe Egeria. Einsam verbrachte er dort in den Wäldern Italiens sein Leben unter dem Namen Virbius. Niemand kannte den Helden. Stampfenden Rossen indessen sperrt man den Zugang zum Tempel Trivias wie auch zum heiligen Hain, weil sie einst an der Küste, scheu vor dem Untier des Meeres, den Jüngling vom Lenkerstand stürzten. Nichtsdestoweniger tummelte ständig der Sohn auf der Rennbahn angestrengt feurige Rosse und zog auch zu Wagen aufs Schlachtfeld.“ [Vergil: Lied vom Helden Aeneas. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 17832 (vgl. Vergil-W, S. 322 ff.) (c) Aufbau-Verlag]