Die vorliegende Fassung der Texte ist nicht redigiert! Informationen dazu finden sie hier.
amphitrite
AMPHITRITE A. „Strömen, rauschen“. Meeresgöttin, Tochter der Tethys und des Okeanos. Apollodor I 8: „Es kamen aber von den Titanen Nachkommen; Von Okeanos und Tethys: die Okeaniden (dreitausend), nämlich Asia, Styx, Elektra, Doris, Eurynome, Amphitrite, …..“ (Apollodor von Athen: Bibliotheke, Götter und Heldensagen, übersetzt und herausgegeben von Paul Dräger. Düsseldorf / Zürich: Artemis & Winkler Verlag, 2005.) B. In den früheren Fassungen des Mythos ist sie jedoch als Tochter des Nereus und der Doris, eine der Nereiden: Hesiod Theogonie 240-264: „Von Nereus stammen zahlreiche Götterkinder im unwirtlichen Meere, von ihm und der schönhaarigen Doris, der Tochter des Okeanos, des endlosen Stromes: Proto – die Erste, Eukrante – die gute Vollendung, Sao – die Rettung, die fesselschöne Amphitrite – die große Meeresgöttin. Sie heiratete Poseidon und übergab ihm die Macht im Meer. Eudore 1 – die Spenderin, Thetis - Die Gattin des Peleus und Mutter des Achilleus. Galene 1 – die Meeresstille, die Personifizierung des „heiteren Wetters“, der strahlenden Helle des mit der unbewegten Meeresfläche verglichenen Glücks des ungetrübten Gemütes, Glauke 4 – die Glänzende, Kymothoe – die Wogenschnelle, Speio 1 – die Grotte, Theo 2 – die Rasche, die reizende Halie 2 – Meermädchen, Pasithea(e) 1 – ganz göttlich, Erato 3 – die Liebliche, die rosenarmige Eunike – gute Siegerin, die anmutige Melite 2 – honigsüß, Eulimene – sicherer Hafen, Agaue 1 – die Hehre, Doto – die Geberin, Pherusa – die sanft Tragende, Dynamene – die Starke, Nesaie 1 – die Inselgöttin, Aktaie 1 – die Strandgöttin, Protomedeia – die erste Waltende, Doris 2 – die Geberin, Panope 1 – die Allsehende, die schöne Galateia 1 – Milchweiß, die Geliebte des Kyklopen Polyphemos, die liebliche Hippothoe 1 – die Pferdschnelle, die rosenarmige Hipponoe – die Pferdsinnige, Kymodoke 1 – die Wogenempfängerin, Kymatolege – die Wogenglätterin, Kymo – die Woge, Eione – Gestade, die schönbekränzte Halimede – Meerherrscherin, Glaukonome – die hell Waltende, die gern lächelt, Pontoporeia – die Meerfahrende, Leiagore – die sanft Redende, Euagore 1 – die gut Sprechende, Laomedeia – Volksherrscherin, Poulynoe – die Vielsinnende, Autonoe 1 – die selbst Sinnende, Lysianassa 2 – lösende Herrin, Euarne – die gute Schäferin, lieblich von Wuchs und von makelloser Gestalt, die reizende Psamathe 1,2 – Sandgöttin, die Gattin des Aiakos, die edle Menippe 1, Neso 1 – die Inselgöttin, Eupompe – die Wohlgeleitende, Themisto 1 – die Rechtliche, Pronoe 1 – die Vorausdenkerin, Nemerthes – die niemals Fehlende, die im Wesen ihrem unsterblichen Vater gleicht. Dies sind die Töchter des herrlichen Nereus, fünfzig Mädchen, geschickt in herrlichen Werken.“ Ebenso Apollodor 1,11: „…..fesselschöne Amphitrite die Wogen auf dem dunstigen Meer und das Wehen heftiger Winde mit leichter Mühe besänftigt“…..“. Amphitrite war mit ihrer Mutter Doris 1 die absolute Beherrscherin des Meeres, aller Wogen und aller Seeungeheuer; Homer Odyssee 3,89ff: „Keiner weiß genau zu sagen, wo er zugrunde ging, Ob auf dem festen Land, bezwungen von feindlichen Männern, Oder auch ob im Meer in den Wogen der Amphitrite.“ (Homer: Odyssee, in der Übersetzung von Roland Hampe. Stuttgart: Phillip Reclam jun. GmbH & Co, 1979.) Poseidon begehrte und raubte sie, als sie auf der Insel Naxos mit den anderen Nereiden tanzte. Man erzählt auch, dass sie in die in die Tiefen des Meeres geflüchtet sei, weit in den Westen zum Atlas in den Palast ihres Vaters. Delphine verrieten dem suchenden Poseidon ihr Versteck. Ein Delphin überredete aber Amphitrite zur Ehe mit Poseidon. Der Meeresgott heiratete Amphitrite und hob als Dank den Delphin als Sternbild an den Himmel. Diese alte Sage drückt aus, dass durch diese Hochzeit Poseidon Herr des Meeres geworden ist. Später wurde er in dieser Funktion in die Genealogie der olympischen Götter eingebaut. Hesiod theo. 930ff: „Von Amphitrite und dem dröhnenden Erdenerschütterer stammt der weithin mächtige große Triton, der die Tiefen des Meeres innehat und bei der lieben Mutter und dem herrschenden Vater das goldenen Haus bewohnt, eine furchtbare Gottheit.“ (Hesiod: Theogonie, in der Übersetzung von Otto Schönberger. Stuttgart: Phillip Reclam jun. Gmbh. & Co, 1999.) Apoll. v. Rh. IV 1325ff: “Lass auch deine Gefährten aufstehen! Und sogleich wenn dir Amphitrite den gutberäderten Wagen des Poseidon losgemacht hat, dann also stattet euerer Mutter Dank ab für das, womit sie sich lange abgemüht hat, als sie euch im Bauch trug!“ (Apollonios von Rhodos: Die Fahrt der Argonauten, in der Übersetzung von Paul Dräger. Stuttgart: Phillip Reclam jun. Gmbh. & Co, 2002.) Bei Eratosthenes Katast. 31 (p. 158 Rob.) ist sie eine Tochter des Atlas. Amphitrite und Poseidon werden neben dem genannte Triton auch als Eltern von Lykos 15, Nykteus 1, Borios, Nymphogenes, Benthesikyme, Rhode 1 und Eurypylos 4 genannt (lies auch Kelaino 1). Auch Kymopoleia ist eine Tochter des Poseidon und der Amphitrite; Tzetzes theog. 334. ………….. Mythen: Mit Rhea und Themis wohnte Amphitrite auf der Insel Delos der Entbindung der Leto bei. Sie konnte andere verwandeln. Bei Tzetzes Lyk. 45. 650 ist es Amphitrite die die schöne Skylla aus Eifersucht verwandelt. Die Alkyonides verwandelt sie aus Mitleid. Nach attischer Sage überreichte sie Theseus den goldenen Kranz den König Minos in das Meer geworfen hatte: Bakchylides Hymnos für Theseus (Auszug) „Doch bin auch ich ein Göttersohn: Die Tochter des reichen Pittheus gebar mich dem Herrscher des Meeres, Poseidon, und einen Schleier aus Gold verehrten ihr die dunkelgelockten Nereustöchter. Ich rate dir deshalb, Feldherr der Knossier: Meide ein zuchtloses Handeln, das Kummer nur bringt! Ich möchte nicht länger den ewigen, lieblichen Glanz der Eos erblicken, sofern du einem der jungen Menschen dein Wollen aufzwingst. Eher beweisen wir dir die Stärke unserer Fäuste. Den Ausgang wird ein Daimon entscheiden.« So sprach der Held, der Meister im Speerwurf. Es staunte das Schiffsvolk über des Jünglings hohen Mut. Zum Zorne reizte er aber den Schwiegersohn des Helios; der sann auf eine ganz ungewöhnliche List und sagte: »Riesenstarker Vater Zeus, erhör mich! Wenn mich das Mädchen mit leuchtenden Armen, aus Phoinikien, dir gebar, so lasse vom Himmel zucken sogleich den schnellen, vom Feuer umflatterten Blitz als weithin sichtbares Zeichen! Und hat dich gleichfalls als göttlichen Sprossen Aithra aus Troizen dem erderschütternden Gott Poseidon geboren, so hole mir meinen herrlichen goldenen Armschmuck, hier, wieder herauf aus der tiefen Salzflut, spring mutig hinein ins Vaterhaus! Erfahren wirst du, ob der Sohn des Kronos mein Flehen erhört, der Herr des Donners, Gebieter des Alls.« Tatsächlich erhörte der mächtige Zeus sein Gebet, an dessen Wortlaut er nichts zu tadeln entdeckte, und zollte außergewöhnliche Ehre dem teuren Sohne Minos. Ein jeder sollte sie sehen: Er sandte den Blitz. Und Minos, der standhafte Held, gewahrte das ihm willkommene Zeichen, weit streckte empor er zum herrlichen Äther die Arme und sprach: »Da erblickst du, Theseus, ganz deutlich, was Zeus mir gewährt. So stürz dich hinab ins dumpfgrollende Meer! Dein Vater, der Sprößling des Kronos, Poseidon. wird höchsten Ruhm dir verschaffen auf unserer lieblich mit Bäumen bestandenen Erde.« Er sprach es. Des Theseus Mut blieb ungebeugt, der Held betrat das vortrefflich gezimmerte Schiffsdeck und sprang. Das heilige Meer nahm gnädig ihn auf. Zutiefst erstaunte der Sohn des Zeus und gab den Befehl, das kunstreich gebaute Schiff vor dem Winde zu halten; doch wies das Schicksal in andere Richtung. Hineilte geschwind das Fahrzeug; der kräftige Nordwind trieb es voran. Gezittert hatten die jungen Athener, als Theseus den Sprung in die Fluten gewagt, und Tränen vergossen aus ihren lieblichen Augen, gewärtig schwerer Schicksalsschläge. Indessen trugen Delphine, die Meeresbewohner, den mutigen Theseus zum Schlosse des Vaters, des Herrn der Rosse; dort betrat der Held den Göttersaal. Darin erblickte er die stattlichen Töchter des segenreichen Nereus und erschrak: Von ihren glänzenden Leibern erstrahlte es wie Feuersglut, um ihre fliegenden Haare wanden sich goldendurchflochtene Bänder, und heiter ergötzten sie sich am Reigentanz auf ihren regsamen Füßen. Auch seines Vaters teure Gemahlin erblickte er, die achtunggebietende, großäugige Amphitrite, in ihrem lockenden Palast. Sie warf ihm einen purpurnen Mantel über und legte um sein dichtes Haar ihm eine tadellos geflochtene Kette, eng durchwunden von Rosen; einst hatte ihr, bei der Hochzeit, die listige Aphrodite das Stück geschenkt. Von dem, was Götter wünschen, ist nichts unglaubwürdig für verständige Menschen: Dicht neben des Schiffes schlankem Hinterdeck tauchte ganz plötzlich der Held wieder empor. Ach, in welchen Erwartungen störte er den Feldherrn von Knossos, indem er den Wogen mit trockenem Körper entstieg, ein Wunder für jedermann! Die Göttergeschenke umstrahlten seine Glieder, die Meeresjungfraun auf ihren prächtigen Thronen erhoben vor Freude frisch ihr Jubelgeschrei, aufrauschte die See. Und die jungen Athener umdrängten Theseus und begannen mit reizenden Stimmen den Lobgesang. Beherrscher von Delos, freue dich herzlich der Reigen des Volkes von Keos und schenke in seinem edlen Streben ihm gottbewirktes Gelingen! [Bakchylides: [Lieder]. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 2792 (vgl. Griech. Lyrik, S. 277 ff.) (c) Aufbau-Verlag] …………. Im Kult wurde Amphitrite immer im zusammen mit Poseidon verehrt. Vor allem Seeleute opferten ihr. Kultstätten hatte sie auf Tenos, Syros und Mykonos. Im isthmischen Poseidontempel hatte sie ein Standbild. Schon sehr früh war Amphitrite ein beliebtes Thema der Töpfer, Bildhauer, Maler und bei Mosaikenlegern (z. B. im Bardomuseum in Tunis). Sie wurde meist, umgeben von Nereiden und Tritonen, auf einem Delphin sitzend oder auf einem von Delphinen gezogenen Muschelwagen dargestellt. ….. Sophokles nennt das Meer in der Tragödie „König Ödipus“ im Auftrittsgesang des Chores „die große Kammer Amphitrites“. ….. Amphitrite A und B sind als eine mythische Figur zu betrachten. RE I/2 1963 HYPERLINK "http://www.theoi.com/Gallery/Z2.3.html" INCLUDEPICTURE "http://www.theoi.com/image/img_amphitrite.jpg" \* MERGEFORMATINET Amphitrite & Poseidon, Roman mosaicC4th A.D.. Musée du Louvre HYPERLINK "http://www.mezzo-mondo.com/michelangelo.cgi?id=ancad&page=http://www.mezzo-mondo.com/arts/mm/france17/poussin/index.html" \t "blank" INCLUDEPICTURE "http://www.greek-gods-and-goddesses.com/images/neptune-and-amphitrite.jpg" \* MERGEFORMATINET The Triumph of Neptune and Amphitrite by Nicolas Poussin INCLUDEPICTURE "http://www.mlahanas.de/Greeks/Mythology/RM/AmphitriteCellini.jpg" \* MERGEFORMATINET "Die Saleria": Amphitrite und Neptun, Benvenuto Cellini, Kunsthistorisches Museum, Wien HYPERLINK "http://farm.plista.com/pets?friendid=0&itemid=63405558&campaignid=3721&frienddomainid=4767&widgetid=4537&bucketid=0&bv=,,,50,161,10,18864,0)18842,26888,0)0,0)0,,2,31721,,48811,49016,1,52187,1348423950,,63048,20,0,,,4767,,,,,,,,,,459134,,4537&bve=,0,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,0,,,,,,0,,0&tend=1348452750&crc=b5a608e161c4ed267be6f945b5cd4ee6" \t "_blank" Machen Sie den kostenlosen Persönlichkeitstest und finden Sie Singles in Ihrer Nähe. Jetzt... HYPERLINK "http://www.plista.com?ref=www.geo.de" \o "powered by plista" \t "_blank" INCLUDEPICTURE "http://www.geo.de/reisen/community/bild/bigImage/341222/Frankreich-Nancy-Der-Amphitrite-Brunnen.jpg" \* MERGEFORMATINET Frankreich - Nancy - Der Amphitrite-Brunnen