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daphnis 1,2,3
DAPHNIS 1,2,3 1. Sohn des Hermes und einer sizilianischen Nymphe. Hirte auf Sizilien am Abhang des Ätna oder in Himera. Um ihn spannt sich ein Reigen von Mythen und unglücklichen Liebesgeschichten die immer damit enden, dass Hermes ihn in den Olymp führt. Die erste Aufschreibung des Daphnisthemas finden wir bei Stechisorus von Himera, 6. Jh. v. Chr.; 300 Jahre später wurde es von Phileta, Theokrit und Sositheos bearbeitet. Wieder 600 Jahre später, im 3. Jh. verarbeitete Longos dieses Thema im Hirten- und Liebesroman „Daphnis und Cloe“. Dieser Roman wurde zu einem der am meisten gelesenen Werke des Mittelalters. Vom 6. Jh. v. Chr. bis heute ist das Daphnis-Thema fester Bestandteil der Dichtkunst und Musik. INCLUDEPICTURE "http://www.painting-palace.com/files/299/29893_Daphne_and_Chloe_f.jpg" \* MERGEFORMATINET Luis Hersent, Daphnis und Chloè INCLUDEPICTURE "http://farm4.staticflickr.com/3266/2691473241_325b090914_z.jpg" \* MERGEFORMATINET Pan und Daphnis, Nationalmuseum Neapel INCLUDEPICTURE "http://www.bayerische.staatsoper.de/upload/media/201011/19/15/rsys_30862_4ce6839b79ee0.jpg" \* MERGEFORMATINET Daphnis HYPERLINK "http://www.bayerische.staatsoper.de/popups/k_biographie.php?id=2434&l=de&dom=dom2&dom_ballett=true" Karen AzatyanChloé HYPERLINK "http://www.bayerische.staatsoper.de/popups/k_biographie.php?id=2442&l=de&dom=dom2&dom_ballett=true" Mai Kono INCLUDEPICTURE "http://www.bayerische.staatsoper.de/upload/media/201011/12/16/rsys_30828_4cdd67c43320f.jpg" \* MERGEFORMATINET Ballette von Jörg Mannes und Terence Kohler, Musik von Maurice Ravel, Bayrische Staatsoper, 21.09.2010 Ovid met. IV 276ff: " Jetzt an Alkithoë ist, als die Schwestern geschwiegen, die Reihe, Und sie beginnt, mit dem Schiff durcheilend den stehenden Aufzug: »Nicht die verbreitete Mär von der Liebe des Hirten am Ida, Daphnis, ersah ich mir aus, den die eifersüchtige Nymphe Hart ließ werden zu Stein: So heiß drängt Schmerz die Verliebten." [Ovid: Verwandlungen (Metamorphoses). Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 12646(vgl. Ovid-W Bd. 1, S. 89) (c) Aufbau-Verlag http://www.digitale-bibliothek.de/band30.htm ] Timaios erzählt in den "Sizilischen Geschichten": "Auf Sizilien lebte Daphnis, der Sohn des Hermes, der auf der Hirtenflötezu spielen gewandt und auch äußerst ansehnlich war. Er begab sich nicht unter große Menschenmengen, sondern lebte im Winter und im Sommer auf dem Ätna bei seinen Rinderherden. Ihn liebte, wie man erzählt, die Nymphe Echenaïs und gebot ihm, sich nicht einer anderen Frau zu nähern; falls er nicht gehorche, werde ihn treffen, daß er sein Augenlicht verliere. Eine Zeit lang blieb er standhaft, obwohl nicht ganz wenige verrückt nach ihm waren. Später aber rief eine der sizilischen Prinzessinnen, als sie ihn mit viel Wein berauscht hatte, das Verlangen in ihm Wach, sich mit ihr zu vereinigen. seither war er - ähnlich wie der Thraker Thamyras - aus Unbesonnenheit geblendet. (BRODERSEN, Kai: Liebesleiden in der Antike. Die "Erotica Pathemata" des Parthenios. Eingeleitet, herausgegeben und übersetzt von Kai Brodersen mit 36 Vasenbildern aus dem Reiss-Museum Mannheim. Primus-Verlag, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 2000.) 2. Kentaur. Er wurde von Herakles im Hause des Pholos erschlagen; Diodoros 4,12,7. 3. Nymphe des Berges Parnassos, eine Tochter des Zeus. Pausanias 10.5.5 schreibt, dass in frühesten Zeiten die Göttin Gaia die Inhaberin des Orakels von Delphi gewesen sein soll und die Nymphe Daphnis als Wahrsagepriesterin eingesetzt habe.