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oreithyia 1 bis 7
OREITHYIA 1 bis 7 „Im Gebirge stürmend“. 1. Nereide, eine der 50 Töchter des Meeresgottes Nereus und der Meeresgöttin Doris 1. Meeresjungfrau, ein schönes edles Mädchen, das mit seinen Schwestern in Harmonie mit den Tieren die Meere bewohnt; lies Nereiden >. Ilias 18,37-50: „Und sie schrie schrill auf; die Göttinnen scharten sich um sie Alle, soviel Nereiden waren im Grund des Meeres. Dort die Glauke, Thaleia und die Kymodoke waren Und Nesaia und Speio und Thoe, rindsäugig Halia Und Kymothoe und Aktaia und Limnoreia, Melite auch und Iaira, Amphithoe und Agaue, Doto und Proto sowie Pherusa, Dynamene ferner Und Dexamene und Amphinome, Kallianeira, Doris und Panope auch und hochberühmt Galateia Und Nemertes sowie Apseudes und Kallianassa; Dort war Klymene und Ianeira und Ianassa, Maira und Oreithyia und schöngelockt Amaltheia; Andere Nereiden sind in der Tiefe des Meeres.“ ….. Sie scheint in der Nereidenliste des Hesiod nicht auf. Lies Nereiden. RE XVIII 951 2. Eine Windsbraut, die in Pferdegestalt erschien. Nach ihrem Namen und ihrer Verbindung mit Boreas ist sie von Haus aus eher eine vom Windgott verfolgte „Windsbraut“. Beide wurden in Pferdegestalt gedacht. 3. Oreithyia 2 wurde später in die attische Sage als Tochter des Erechtheus einbezogen und von Boreas „geraubt und entführt“; Apollonios v. Rh. 1,211ff: „Zethos und Kalais auch, die Söhne des Boreas, kamen, Die ihm einst Oreithyia, Erechtheus' Tochter, geboren Auf dem Wintergefilde der äußersten, stürmischen Thrake. Boreas raubte sie einst dorthin aus Kekropiens Fluren, Als sie sich tanzend getummelt entlang des Ilissos' Gestade, Fernhin trug er sie fort, wo Sarpedonias Felsen Rühmend man zeigt, und neben Erginos' strömenden Wellen, Eingehüllt in wolkiges Dunkel, bezwang er die Jungfrau. Beide schwebten empor, an jedem Fuße von dunklen Schwingen getragen - fürwahr, ein wunderlich-seltsamer Anblick, Wie sie, von goldenen Schuppen umglänzt, und rings um die Schultern Hoch vom Scheitel der Häupter und Nacken hierhin und dorthin Wallte dunkles Gelock im Hauch der wehenden Winde.“ [Apollonius von Rhodos: Die Argonauten. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 917 (vgl. Apollonios-Argon., S. 8 ff.) (c) Sammlung Dieterich Verlagsgesellschaft mbH] ….. Die „Windsbraut“ als Personifizierung des auf Schneefeldern vom Sturm aufgewirbelten Pulverschnees und als in Stürmen mitrasende Bergdämonin hielt sich offensichtlich bis in die heutige Sagenwelt. Erst sehr spät, nach dem Eindringen des Kultes in Attika, wurde Boreas in Menschengestalt gedacht. Das ergab, dass seine Gattin Oreithyia ihm erst die Söhne Kalais und Zetes, bereits in menschlicher Gestalt, aber noch mit Flügeln versehen, und dann die Kinder Kleopatra 1, Chione 2, Haimos und Chthonia schenkte. Zutreffender dürfte aber die Geschichte sein nach der Kalais und Zetes als Hengste geboren, dann aber, um an der Fahrt der Argonauten teilnehmen zu können, von Boreas in geflügelte Menschen verwandelt wurden. Es wurde auch erzählt, dass sie als Knaben geboren wurden und ihnen gleichzeitig mit dem Bart auch die Flügel gewachsen seien (Ein wirbelwindiger Vorgang, unter dem besonders besorgte Mütter leiden, wenn die Söhne „flügge“ werden.). ….. Nach Euripides war sie einer jener Töchter des Erechtheus, die nach der Opferung ihrer jüngsten Schwestern Protogoneia 3 und Pandora 5 Selbstmord begingen. ….. Dieser Raub war ein beliebtes Thema der Maler aller Epochen. INCLUDEPICTURE "http://farm3.staticflickr.com/2704/4477770354_c36df5d913_z.jpg" \* MERGEFORMATINET Boreas raubt Oreithyia, Britisches Museum, London HYPERLINK "http://blogovine.ru/wp-content/uploads/2011/12/Peter-Paul-Rubens_Boreas-Abducting-Oreithyia_1615.jpg" \t "_blank" INCLUDEPICTURE "http://blogovine.ru/wp-content/uploads/2011/12/Peter-Paul-Rubens_Boreas-Abducting-Oreithyia_1615_.jpg" \* MERGEFORMATINET Peter Paul Rubens, Boreas raubt Oreithyia, 1615 HYPERLINK "http://1.bp.blogspot.com/-LMP2alIS6Q8/TVsa7KruYII/AAAAAAAAEQc/_9DkPxEWNn4/s1600/lancrenon-joseph-ferdinand-boreas-abducting-oreithyia-1822.jpg" INCLUDEPICTURE "http://1.bp.blogspot.com/-LMP2alIS6Q8/TVsa7KruYII/AAAAAAAAEQc/_9DkPxEWNn4/s400/lancrenon-joseph-ferdinand-boreas-abducting-oreithyia-1822.jpg" \* MERGEFORMATINET Boreas Capturing Oreithyia, 1822 by John Ferdinand Lancrenon HYPERLINK "http://4.bp.blogspot.com/-K1pg_YcRHMQ/TaQ4VWWY9-I/AAAAAAAAV-s/DOz2s3jrGqY/s1600/SpadaRomanelliBoreaRapesOreithya.jpg" INCLUDEPICTURE "http://4.bp.blogspot.com/-K1pg_YcRHMQ/TaQ4VWWY9-I/AAAAAAAAV-s/DOz2s3jrGqY/s1600/SpadaRomanelliBoreaRapesOreithya.jpg" \* MERGEFORMATINET Giovan Francesco Romanelli, Boreas Raping Oreithyia HYPERLINK "http://3.bp.blogspot.com/-6bhtKhlx1iM/TaQ4DlByzRI/AAAAAAAAV-k/afnxypTKUdA/s1600/SpadaSolimenaBoreaRapesOreithyia.jpg" INCLUDEPICTURE "http://3.bp.blogspot.com/-6bhtKhlx1iM/TaQ4DlByzRI/AAAAAAAAV-k/afnxypTKUdA/s640/SpadaSolimenaBoreaRapesOreithyia.jpg" \* MERGEFORMATINET Francesco Solimena, Boreas Raping Oreithyia 4. Tochter des Kekrops 2, Gemahlin des Makedon 1, Mutter von Europos 1, Methone 2, Amathos, Beres und Pieros, alle Eponyme makedonischer Städte; Stephanos Byzantios. 5. Eine Nymphe und Tochter des Zeus aus dem Gefolge des Dionysos. Sie ist auf einer Stamnos, die in Cervetri gefunden wurde und sich im Jahre 1912 im Britischen Museum in London befand, abgebildet. (Fränkel Charlotte: Satyr- und Bakchennamen aus Vasenbildern. Halle a. S.: Verlag von Max Niemeyer, 1912.) RE XVIII 958 6. Nymphe, von Belos Mutter des Theias, der ohne sein Wissen mit seiner Tochter Smyrna den Adonis gezeugt hat (Normalerweise erzählt man diese Geschichte von Kinyras.). Oreithyia 6 wird auch als Frau des Theias und Mutter der Smyrna und des Kinyras genannt. RE XVIII 958 7. Amazonenkönigin, Tochter der Marpessa ?. Sie kann auch die Otrere, die Gattin des Ares und somit Mutter der Penthesilea sein.