eine gesamtgenealogie der griechisch-mediterranen mythologie
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balios
BALIOS Xanthos 1 und Balios, die windschnellen, sprechenden und unsterblichen Pferde des Achilleus, die Poseidon einst dem Peleus zur Hochzeit mit Thetis schenkte; Homer Ilias 16,149ff: „Nunmehr schirrte er ihm ins Joch die eilenden Rosse Xanthos und Balios, die auf den Schwingen des Sturmwindes flogen; die Harpyie Podarge, an des Okeanos Fluten weidend auf üppiger Wiese, gebar sie dem Zephyros einstmals.“ [Homer: Ilias. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 5127 (vgl. Homer-W Bd. 1, S. 299) (c) Aufbau-Verlag] Peleus gab diese unsterblichen windschnellen Pferde seinem Sohn Achilleus in den Krieg gegen Troia mit. ….. Eustathios Ilias 19 p. 1190 zählt sie zu den Titanen. Nach Ptol. Hephaistos 5 p. 192,3ff sollen sie ursprünglich Giganten gewesen sein. ….. Beim Tod des Patroklos weinten beide Pferde; Ilias 17,426ff: „Aber die Rosse des Aiakosenkels, fern dem Getümmel, weinten, seitdem sie wußten, daß ihr Gebieter im Staube lag, überwältigt von dem männermordenden Hektor. Held Automedon, der tapfere Sohn des Diores, versuchte freilich sie oft mit dem Schlag der zuckenden Geißel zu spornen, redete oftmals schmeichelnd sie an, dann scheltend auch wieder. Aber weder zum Lager am breiten Sunde der Helle wollten sie traben noch ins Getümmel zu den Achaiern, sondern sie standen fest, vergleichbar der Säule, die über Grabhügeln aufragt, den Stätten gestorbener Männer und Frauen. Ebenso harrten sie, regungslos, vor dem herrlichen Wagen, beide zu Boden gesenkt die Häupter; heiß rollten die Tränen unter den Lidern hervor zur Erde, sie weinten vor Sehnsucht nach dem Gebieter; Flecke zeigte die wallende Mähne, die aus dem Kissen am Joch zu beiden Seiten herausquoll. Mitleid empfand der Kronide beim Anblick der klagenden Rosse, schüttelte traurig sein Haupt und sprach zu sich selber die Worte: »Ach, ihr Armen, was schenkten wir euch dem Sterblichen Peleus, euch, die ihr niemals altert und niemals dem Tode anheimfallt? Etwa, damit ihr euch grämt im Kreise der elenden Menschen? Ist doch der Mensch das bei weitem erbärmlichste Wesen von allen, die da über den Boden der Erde hin schnaufen und laufen!“ [Homer: Ilias. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 5189 (vgl. Homer-W Bd. 1, S. 333 ff.) (c) Aufbau-Verlag] ….. Xanthos prophezeite Achill den Tod; Ilias 19,404ff: „Unter dem Joch gab Antwort ihm der windschnelle Renner Xanthos; er senkte das Haupt, hervor quoll unter dem Kummet üppig die Mähne und sank bis auf den Erdboden nieder; die weißarmige Hera verlieh ihm menschliche Stimme: »Heute noch, starker Achilleus, bringen wir lebend dich wieder. Doch ist der Tag des Verderbens dir nah, und nicht wir sind der Anlaß, sondern die mächtige Gottheit und das gewaltige Schicksal. Auch nicht, weil schlaff wir und langsam uns regten, vermochten die Troer von den Schultern des toten Patroklos die Rüstung zu reißen. Nein, der vortreffliche Gott, den die lockige Leto geboren, tötete ihn im Vorkampf und schenkte dem Hektor die Ehren. Wir zwei liefen sogar mit des Zephyros Hauch um die Wette, der doch am schnellsten, so sagt man, dahinbraust; dich werden, ganz ohne unsere Schuld, ein Gott und ein Mensch gewaltsam bezwingen.« So weit sprach er. Dann hemmten ihm die Erinyen die Stimme. Aber der schnelle Achilleus gab ihm verärgert zur Antwort: »Xanthos, was sagst du den Tod mir voraus? Das hast du nicht nötig. Selber weiß ich genau, daß es hier mir bestimmt ist zu fallen, ferne den teuren Eltern. Trotzdem will ich noch länger unermüdlich den Troern die Lust am Kampfe vergällen!« Schreiend wies dem Gespann er die Richtung, unter den ersten.“ [Homer: Ilias. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 5263 (vgl. Homer-W Bd. 1, S. 374 ff.) (c) Aufbau-Verlag] Als Achilleus getötet wurde wollten die beiden Pferde die Menschen verlassen, aber die Götter gaben ihnen den Bebefehl noch Neoptolemos zu dienen und ihn später ins Elysium zu tragen.