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pontos
PONTOS Personifikation des Meeres. Vaterlos brachte ihn Gaia, die Mutter Erde, zur Welt. Gleichzeitig entstanden aus ihr auch der Himmel, Uranos, und die Berge, Ourea; Hesiod Theogonie 126ff: „Gaia gebar nun zuerst, gleich weit wie sie selbst, den gestirnten Úranos, daß er sie rings von allen Seiten umhülle und für die seligen Götter ein Sitz sei, dauernd und ewig; Auch gebar sie die mächtigen Berge, den lieblichen Wohnsitz göttlicher Nymphen, die die zerklüfteten Berge bewohnen; und sie gebar das rastlose Meer, im Schwall seiner Wogen tosend, den Pontos - ohne verlangende Liebe.“ [Hesiod: Theogonie. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 4493 (vgl. Hesiod-W, S. 8) (c) Aufbau-Verlag] ….. Mit seiner Mutter zeugte er die alten Meeresgötter Nereus und Phorkys, das Meeresungeheuer Keto, sowie Eurybia und Thaumas; Hesiod Theogonie 131f. 233-239: „Als seinen ältesten Sohn erzeugte Pontos den wahren, niemals trügenden Nereus - der Greis trägt deshalb den Namen, weil er unfehlbar und gütig und nie vergißt, was des rechten Brauches, sondern er hegt gerechte und milde Gedanken; wiederum dann den mächtigen Thaumas, den mannhaften Phorkys, liebend mit Gaia vereint, und Keto mit herrlichen Wangen und Eurybíë. Sie hat in der Brust aus Stahl eine Seele.“ [Hesiod: Theogonie. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 4498 (vgl. Hesiod-W, S. 12-13) (c) Aufbau-Verlag] Auch die Telchinen sollen seine Kinder sein. Man erzählte auch, dass viele weitere Gestalten die das Meer bewohnen Nachkommen des Pontos seien. ….. Herodot 4,86 nennt das Marmarameer Pontos.