eine gesamtgenealogie der griechisch-mediterranen mythologie
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neleus 1,2
NELEUS 1,2 1. Sohn von Tyro und Poseidon, Bruder des Pelias, myth. / geschichtlicher König des messenischen Pylos. ….. Seine Mutter Tyro, die schöne Tochter des Salmoneus und der Alkidike wurde, nachdem ihr Vater ausgewandert war, von ihrem Onkel Kretheus 1 aufgezogen und später geheiratet. Sie verliebte sich in den Fluss / Flussgott Enipeus; dazu die Kernlegende - Homer Odyssee 11, 238ff : „ Die hatte Liebe gefaßt zum göttlichen Strome Enipeus, Der als schönster der Ströme dahinzieht über die Erde, Und so kam sie denn oft zur schönen Flut des Enipeus. Ihm gleich kam der Erdenhalter und Erdenerschüttrer In den Mündungswirbeln des Stromes und legte sich zu ihr; Ringsum stand einem Berge gleich die purpurne Woge, Aufgewölbt, und hüllte den Gott und die sterbliche Frau ein. Und er umgoß sie mit Schlaf und löste den Gürtel der Jungfrau. Aber nachdem der Gott vollendet die Werke der Liebe, Gab er ihr fest die Hand und sprach die Worte und sagte: „Freue dich, Frau, der Liebe! Du wirst im Laufe des Jahres strahlende Kinder gebären; denn unfruchtbar sind nicht die Lager der Unsterblichen, ......“. Tyro brachte Pelias und Neleus zur Welt. ...... Der spätere mythische Ausbau dieser Kernlegende brachte einige abweichende Versionen; u. a.: Salmoneus, der Sohn des Aiolos 1 und der Enarete, wanderte nach Elis aus, gründete die Stadt Salmonia und heiratete Alkidike, die Tochter des Aleos, die ihm die Tochter Tyro gebar. Nach dem Tod seiner Gattin heiratete er Sidero, unter der Tyro schwer zu leiden hatte. Als Tyro, verführt von Poseidon, zwei Söhne, Pelias und Neleus, zur Welt brachte, glaubten Sidero und Salmoneus nicht an die Vaterschaft des Poseidon und misshandelten die junge Mutter fürchterlich. Ihre Kinder wurden ausgesetzt, aber von einem Hirten gefunden und aufgezogen. Erwachsen geworden fanden sie ihre Mutter; Tyro erkannte den Korb der Aussetzung und damit ihre Söhne wieder. Unter Tränen erzählte sie ihren Söhnen wie sie jahrelang von ihrer Stiefmutter Sidero misshandelt worden war. Beide schwuren einen Eid der Rache, eilten zum Palast, Sidero ergriff die Flucht, aber Pelias und Neleus verfolgten sie bis in den heiligen Bezirk der Hera. Obwohl sich Sidero an ein Asylon, einen geheiligten Ort am Altar der Hera klammerte, tötete sie Pelias; ein Frevel, der zur Argonautenfahrt und zum Untergang des Pelias durch Medeia führte – die Rache der Hera für diesen Frevel. ……. Diese Legenden verwendete Sophokles in zwei seiner Tragödien, die leider nur in Fragmenten erhalten sind. …… Neleus heiratete Chloris 4 (Tzetzes nennt sie Polymede 2), die Tochter des Amphion 3; Homer Odyssee 11,281ff: „Chloris, die schöne, erblickte ich dann, die Neleus einst freite, ihrer Anmut zuliebe, für reichliche Bräutigamsgaben. Jüngste Tochter des Sohns des Iasos war sie, Amphions, der die minyische Stadt Orchomenos kraftvoll beherrschte. Königin war sie in Pylos, gebar dort stattliche Söhne, Nestor und Chromios und Periklymenos auch, den berühmten; weiter die kräftige Pero, die alle Menschen bestaunten und die benachbarten Fürsten sämtlich umwarben; doch Neleus gab sie nur einem, der die gehörnten, breitstirnigen Rinder des Iphiklos, des mächtigen, aus Phylake entführte, eine sehr schwierige Aufgabe. Nur der vortreffliche Seher wagte sie, Held Melampus; doch Unglück, verhängt von der Gottheit, hinderte ihn, beschwerliche Haft und wachsame Hirten.“ [Homer: Odyssee. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 5731 (vgl. Homer-W Bd. 2, S. 172) (c) Aufbau-Verlag] Zwei Töchter, Pero 1 und Hyrmine, und 12 Söhne waren ihre Nachkommen (Homer erwähnt aber nur drei: Nestor, Chromios und Periklymenos, Od. 11,286). In der Literatur kommen aber 21 Namen vor. .…. Nach einem Zwist mit seinem brutalen und herrschsüchtigen Bruder Pelias wurde Neleus aus Iolkos vertrieben und ging nach Messenien, wo sein Vetter Aphareus herrschte. Dieser gab ihm den größten Teil des Küstenstreifens einschließlich der Stadt Pylos. Pylos (oder Pylas), der Sohn des Kleson, hatte, mit einigen Lelegern aus der Megaris kommend, die Stadt gegründet und nach sich benannt, wurde aber mit seinen Leuten von Neleus und der mit ihm herziehenden Pelasgern vertrieben; Pausanias 4,36,1ff. Die Raubsiedler kamen zu großem Wohlstand, Neleus wurde einer der mächtigsten Stadtherrscher seiner Zeit und vererbte seinem Sohn Nestor die Stadt und das Land. ….. Einschub: Es werden drei, bzw. vier historische Pylos, die als Stadt des Nestor in Frage kommen, unterschieden: 1. Pylos in Messenien, auf einem 137 m hohen Felsenkap nordwestlich der Bucht von Navarino, Teile der Stadt- und der Akropolismauer sind erhalten. Pausanias 4,36,1-5 (2. Jh. n. Chr.) überliefert ein Heiligtum der Athena, das Wohnhaus des Nestor mit einem Bild des Nestor innerhalb des Gebäudes und die heute noch existierende „Höhle des Nestor“, eine Kulthöhle seit neolithischer Zeit am Nordabhang der Stadt. In ihr soll Nestor seine Kühe verwahrt haben. In der Küstenebene vor dem Felsenkap, inmitten von Gemüsefeldern, befindet sich das von Pausanias 4,36,2 erwähnte „Grab des Thrasymedes“, des ältesten Sohnes von Nestor, in dem Gefäße aus Gold gefunden wurden. Nach Resten und Papier erkennbar wird es offensichtlich heute von Landwirten als Toilette verwendet. 2. Pylos in Triphylien. Ein von Strabon 8,3,1-30 wiederholt genanntes Dorf in der Nähe des heutigen Zacharo im Westen des Peloponnes, dessen Lage nicht genau bekannt ist. 3. Pylos in Elis. Der Megarer Pylos, ein Sohn des Kleson, soll, nachdem er von Neleus aus seiner Stadt Pylos 1 vertrieben wurde, diese Stadt gegründet haben. Sie befand sich am „Bergweg“ von Elis nach Olympia beim heutigen Agrapidochori, war aber zur Zeit des Pausanias bereits verlassen; Pausanias 6,22,5. 4. In Homers Ilias, speziell 9,153. 295. 11,682f und 712, ist Pylos Name einer Landschaft, das Reich des Nestor. Stadt wird Pylos bei Homer erst in der Odyssee 3,4: „Aber zu Neleus` Stadt, dem wohlgegründeten Pylos, Kamen die hin;....“ 3,485: „...und verließen die steile Feste von Pylos,...“ und 15,193, wo Homer wieder von der steilen Feste Pylos spricht. Bereits im Altertum stritten sich die beiden damals bekannten Pylos, Nr 1 und Nr. 3, darum, wer die Stadt des Nestor ist. Die, die sich mit Homer auseinandersetzten, „entdeckten“ das homerische Pylos, das Pylos Nr.2, und begründeten dies mit Strabo 8,3,7. 14-20. 26-29 und den Angaben in der Ilias und der Odyssee. Dörpfeld fand im Jahre 1907 in Triphylien in der Nähe des Dorfes Kakovatos, heute ca. 2 km vom Meer entfernt, Reste eines mykenischen Palastes, drei reiche Kuppelgräber und Teile einer Stadt. Ca. 1200 v. Chr. ist dieser Palast verbrannt. Im Jahre 1939 entdeckte Karl Biegen den mykenischen Palast von Ano Englianos, ca. 3 km westlich des heutigen Hora und 9 km nordöstlich der Bucht von Navarino. Seit 1952 wird er archäologisch erforscht. Nach Mykene und Tiryns ist er der prachtvollste Palast jener Zeit. Er liegt in einer herrlichen Lage mit einer weiten Sicherheit spendenden Aussicht auf das Meer in etwa 185 m Höhe. Hinter dem Palast befindet sich, obwohl er auf einer Anhöhe liegt, eine Quelle und ein Kuppelgrab. Auf dem Abhang unterhalb des Palastes sind die Reste der Stadt und viele Grabstellen, auch Kuppelgräber. Wie der Palast bei Kakovatos ist auch diese Anlage ca. 1200 v. Chr. verbrannt. Beide wurden nie wieder aufgebaut Die Hitze hat die Tontafeln des mess. Archivs gebrannt und erhalten. Sie bringen u.a. den Beweis, dass die Stadt Pylos geheißen hat. Obwohl dieser Palast an Reichtum jenen von Kakovatos weit übertrifft und mit seiner Gestaltung und Einrichtung (Thronsaal, Sockel des Thrones, Badewanne) sehr nahe an die Beschreibung in der Odyssee heranreicht, darf man sich bei der Festlegung, welcher Palast, welche Stadt nun wirklich die des Nestor ist, nur auf Homer berufen. Dabei ergibt sich eindeutig Pylos 2, der Palast in Triphylien beim Dorf Kakovatos: 1. Das Beiwort „sandig“ passt nur hierher; nirgendwo in Griechenland gibt es einen so breiten Dünensandstrand. 2. Ilias 5,544f: „....er stammte vom Flusse Alpheios, Welcher als breiter Strom sich ergießt durch der Pylier Erde;...“ 3. Ilias 7,133ff: „....da an Keladons reißendem Strome Kämpften der Pylier Heer und die Arkader, stark mit dem Speere, Bei den Mauern von Pheia, neben des Jardanos Fluten.“ 4. Ilias 2,591-602 weist ebenso eindeutig nach Triphylien wie die Einzelangaben in der „Nestorerzählung“ Ilias 11,670-762. 5. Die in der Odyssee 2,388ff. 434. 3,1ff. 15,205ff. 282ff. und 495ff genannten Angaben über die Fahrt des Telemachos ergeben bei genauer Analyse, dass nur das triphylische Pylos gemeint sein kann. Dir. Dr. Hans von Geisau vertritt die Meinung, dass heute die Neigung besteht, das Zentrum des pylischen Reiches beim messenischen Pylos, Nr. 1, und dem nur einige km entfernt liegenden Palast bei Ano Englianos zu suchen, dass das triphyl. Pylos, Nr. 2, aber mit einzubeziehen ist. Prof. Dr. Ernst Meyer vertrat die Ansicht, dass das viel bedeutendere messenische Reich der mykenischen Zeit deshalb in der epischen Tradition vergessen ist, weil die Jahrhunderte lange Besetzung und Ausbeutung des Landes durch die Spartaner jegliche geschichtliche Tradition ausgelöscht hat. ….. Pero, die Tochter der Chloris 4 und des Neleus, wurde zur schönen jungen Frau und von vielen Männern umworben. Der Vater verlangte aber von jedem Brautwerber, dass er zuerst das Vieh des Phylakos aus Phylake in Thessalien bringen müsse, ein Begehren, das nur Bias erfüllen konnte: Bias, der Bruder des Sehers Melampus, verliebte sich in die junge schöne Pero und hielt bei ihrem Vater Neleus, dem König von Pylos, um ihre Hand an. Neleus verlangte als Preis für die Braut das Vieh des Phylakos 1, des Königs von Phylake, auf das er von Seiten seiner Mutter Tyro Besitzanspruch erhob. Nur, das Vieh wurde von einem nie schlafenden bissigen Hund bewacht. Melampus half seinem Bruder Bias und versuchte das Vieh zu entführen, obwohl er als Seher vorausgesehen hatte, dass ihn dieses Abenteuer für ein Jahr in ein Gefängnis bringen wird. Knechte des Phylakos ergriffen Melampus und steckten ihn in eine kleine Zelle in einem Stadel. Nach einem Jahr hörte er wie ein Holzwurm dem anderen erzählte, dass er gleich den tragenden Balken des Stadels durchgenagt habe. Laut rief Melampus einem Aufseher und verlangte die sofortige Verlegung. Gerade als man ihn ins Freie brachte krachte der Stadel in sich zusammen. Als König Phylakos von dieser wundersamen Sache erfuhr, rief er Melampus in eigener Sache zu sich. Iphiklos, sein Sohn und Nachfolger, der schnellste Läufer der Welt, war impotent. Phylakos erhoffte sich von Melampus Rat. Melampus versprach dem lendenlahmen Jüngling zu helfen, verlangte aber als Lohn die Rinderherden des Königs. Phylakos willigte ein. Zwei Stiere wurden geschlachtet, dem Apollon Opfer dargebracht und alle Vögel zum Schmause eingeladen. Ein alter Geier labte sich und erzählte Melampus, vor Jahren, als Iphiklos noch klein war, habe Phylakos Lämmer kastrierte und sei mit dem blutigen Messer auf seinen kleinen Sohn zugegangen. Schreiend lief der kleine Iphiklos davon. Der Vater steckte das Messer in die Rinde einer alten Eiche und lief dem Kleinen nach, um ihn zu trösten. Melampus fand das von Rinde überwachsene Messer, gab es Phylakos und forderte ihn auf aus dem Rost der Schneide zehn Tage lang einen Tee zu bereiten. Iphiklos trank den Tee, erhielt seine Zeugungskraft zurück und wurde Vater von Podarkes und Protesilaos. Melampus erhielt die Rinder, brachte sie Neleus und Bias erhielt Pero zur Gattin. Melampus wurde zum berühmtesten Seher Griechenlands. ….. Nachdem Herakles den jungen Iphitos 1 ermordet hatte, kam er zu Neleus und bat um Reinigung von der Schuld. Neleus weigerte sich, weil Iphitos` Vater, Eurytos 2, sein bester Freund war. Diese Schmach rächend kehrte Herakles einige Zeit später zurück, zerstörte Pylos und tötete Chloris, die Gemahlin des Neleus und elf seiner Söhne; Apollodor 2,129f. Nur Nestor, er war damals in Gerenia, entkam dem Tod (Bei Apollodor 2,142 wird auch Neleus getötet.). Dem Totengott Hades, er unterstützte die Pylier in diesem Rachekampf, schoss Herakles einen Pfeil in die Schulter; Homer Ilias 5,395ff: „Selbst der gewaltige Hades gehört zu den leidenden Göttern, quälte sich, als auch auf ihn der Sohn des Trägers der Aigis vor dem Tore der Unterwelt schoß und den Schmerzen ihn preisgab. Bis zum Palast des Kroniden stieg er, zum hohen Olympos, heftig erbittert, von Qualen durchwühlt; ihm hatte der Pfeil sich tief in die stämmige Schulter gebohrt und peinigte grausam. Mittel legte Paieon ihm auf zum Stillen der Schmerzen, brachte ihm Heilung; für Hades galt nicht der Sterblichen Schicksal. Schandbube! Frevler! Scheute zurück nicht vor dem Verbrechen, Wunden schlug er durch Pfeilschuß den Herren des hohen Olympos!“ [Homer: Ilias. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 4762 (vgl. Homer-W Bd. 1, S. 89) (c) Aufbau-Verlag] ….. Die benachbarten Eleier nützten die Schwäche des Peleus und unternahmen Beutezüge gegen Pylos. Nestor, der einzige überlebende Sohn, kehrte zurück, besiegte die Eleier, nahm ihnen die Beute wieder ab und stellte die Vormachtstellung des Vaters wieder her; Homer Ilias 11,670ff: „Wäre ich noch so jung und meine Kraft noch die alte wie zu den Zeiten, da wir uns mit den Eleern zerstritten über den Raub der Rinder! Da tötete ich Itymoneus, des Hypeirochos tapferen Sohn, der in Elis sich aufhielt, als ich Ersatz mir holte. Im Kampf um die eigenen Rinder traf ihn, in vorderster Reihe, von meinem Arme der Wurfspieß; nieder stürzte er, und sein Landvolk stob auseinander. Reichliche Beute trieben vom Feld wir in Menge zusammen, Rinderherden an fünfzig, genausoviel Herden von Schafen, ebenso viele von Schweinen und fernhin weidenden Ziegen, außer diesen noch einhundertfünfzig bräunliche Rosse, sämtlich Stuten; zu vielen von ihnen gehörten noch Fohlen. All das trieben wir fort ins Gebiet des nelëischen Pylos und zur Nacht in die Stadt. Es freute sich Neleus von Herzen, daß ich, noch jung und ein Neuling im Kriege, so vieles erbeutet.“ [Homer: Ilias. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 4973 (vgl. Homer-W Bd. 1, S. 212) (c) Aufbau-Verlag] Nach dem Tod des Neleus wurde Nestor sein Nachfolger. ...... Früher neigte man dazu, in Neleus einen ursprünglichen Unterweltsgott zu sehen. Seit der Entdeckung des ziemlich genau datierbaren riesigen myken. Palastes in Ano Englianos, ca. 18 km nördlich des heutigen Pylos, sieht man in ihm eine geschichtliche, von Mythen umrankte Person, die ca. in der zweiten Hälfte des 14. Jh. v. Chr. geboren wurde. 2. In der 6. Generation nach Neleus wurde ein Neileos oder Neileus, auch Neleus genannt, mit Kodros als Vater eingefügt. Er stritt mit Medon 7, seinem älteren Bruder, um den Thron von Athen. Das Orakel sprach die Herrscherwürde seinem Bruder zu. Daraufhin wanderte er an der Spitze einiger Athener und vielen in Athen lebenden und aus Pylos stammenden Ioniern nach Kleinasien aus. Sie sollen sich im ionischen Dodekapolis angesiedelt haben. Tzetzes Lyk. 1379 erzählt, das Orakel habe Neileos / Neleus beauftragt sich dort niederzulassen, wo ein Mädchen ihm feuchte Erde überreiche. In Milet bat er Kaeira, die Tochter eines Töpfers, ihm etwas Lehm zu geben. Sie überreichte ihm Lehm. Neleus erkannte die Erfüllung des Orakelspruches, wurde König von Milet, gründete einige Städte und stiftete dem Poseidon einen Altar. Sein Grab wurde bei Didyma gezeigt. Sein Sohn Aipytos gründete Priene, seine Tochter Anippe zeugte mit Poseidon den Buseiris. Ein schöner Fall von Kolonisierungsmythos; lies auch Kodros >. …….. Die Frage, ob die Ionier direkt von Pylos nach Kleinasien ausgewandert sind, oder über die Zwischenstation Athen, ist bis heute ungeklärt. Der Umstand, dass in Pylos Täfelchen mit Linear-B-Texten gefunden wurden, lässt darauf schließen, dass in der vorliegenden Sage ein Kern der Wahrheit steckt.