eine gesamtgenealogie der griechisch-mediterranen mythologie
die göttinnen und götter und ihre nachkommen
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epigonoi
EPIGONOI „Die später Geborenen“. ….. Die Epigonoi-Sage ist ein Teil des riesigen, weit verzweigten und sich über zwölf Generationen erstreckenden thebanischen Sagenkreises, der mit Agenor 1 beginnt und in dessen Zentrum die Sagen von OIDIPUS und der SIEBEN GEGEN THEBEN stehen. Sollten tatsächliche Ereignisse Bestandteil des Sagenkomplexes sein, so sind sie im Zeitraum zwischen ca. 1500 bis 1200 v. Chr. anzusiedeln; lies zuerst SIEBEN GEGEN THEBEN >. ….. Zehn Jahre nachdem die „Sieben gegen Theben“ den Krieg gegen Theben verloren hatten rüsteten deren Söhne zum Rachefeldzug. Alkmaion und Amphilochos, die Söhne des Amphiaraos, beide hatten schon am Zug der „Sieben“ teilgenommen, Aigialeus 1 und Kyanippos, die Söhne des Adrastos (Kyanippos kann auch Enkel des Adrastos sein), Sthenelos 4, der Sohn des Kapaneus, Polydoros 2, der Sohn des Hippomedon, Euryalos 2, der Sohn des Mekisteus, Promachos 8 oder Tlesimenes, des Parthenopaios Sohn, Thersandros und Adrastos 3, die Söhne des Polyneikes und Diomedes 2, der Sohn des Tydeus – die Namen werden in der Literatur verschieden angegeben. Nur Pausanias 2,20,5 erwähnt den Adrastos 3 und dazu noch einen Timeas als Krieger gegen Theben. Auch der alte König Adrastos, er war der einzige Überlebende der „Sieben“, gesellte sich zu ihnen, das Kommando übergab er aber Alkmaion 1. ….. Alkmaion hatte das Orakel befragt was er tun solle, das Kommando übernehmen oder seine Mutter töten, das Orakel befahl: „Beides!“. Seine Mutter Eriphyle hatte ihn und seinen Bruder Amphilochos überredet am Zug der Epigonoi teilzunehmen. Er wusste nicht, dass sie vom Sohn des Polyneikes, Thersandros, mit dem zweiten Verderben bringenden Geschenk, das Aphrodite vor Generationen der Harmonia zur Hochzeit geschenkt hatte, dem goldenen Schleier, neuerlich bestochen wurde. Mit einer starken Streitmacht, der sich viele angrenzende Städte anschlossen, zogen die Epigonoi nach Theben. Die Thebaner zogen ihnen entgegen und bei der Stadt Glisas kam es zu einer kurzen, aber heftigen Schlacht. Die Epigonoi siegten. Nur einer der Spätergeborenen fiel, Aigialeus, der Sohn des alten Adrastos, er wurde von Laodamas, dem Sohn des Eteokles, erschlagen. Alkmaion rächte sich und tötete Laodamas. Die Thebaner flohen in die Stadt zurück, schlossen die Tore und befragten den Seher Teiresias. Er sah Unheil und empfahl die Stadt heimlich in der Nacht zu verlassen. Heimlich packten sie ihr Habe und zogen in der Dunkelheit ab. In der Nähe von Haliartos machten sie an der Quelle Telphusa halt. Teiresias, der Seher, er lebte schon seit sieben Generationen, trank daraus Wasser und starb. Nach der Bestattung wanderten sie weiter und ließen sich, wie ihre Ahnen Kadmos und Harmonia vor Generationen, in Illyrien nieder. Nach Tagesanbruch zerstörten die Sieger die verlassene Stadt Theben: Pelops hat Laios und seine Nachkommen wegen der Entführung und Schändung seines kleinen Sohnes verflucht; ebenso die Stadt Theben, weil die Thebaner dieses Verbrechen geduldet haben – nun war der Fluch erfüllt.