eine gesamtgenealogie der griechisch-mediterranen mythologie
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periklymenos 1,2,3,4
PERIKLYMENOS 1, 2, 3, 4 1. Ein Beiname Plutons. 2. Apollodor epit. 7,29 nennt ihn als einen der 44 Freier der Penelope die aus Zakynthos stammten. 3. Sohn Poseidons und der Teiresiastochter Chloris 6. Bei der Verteidigung Thebens gegen die „Sieben gegen Theben“, tötete er Parthenopaios und verfolgte vergeblich den Amphiaraos. 4. Enkel des Poseidon, ältester Sohn des Neleus 1 und der Chloris 4. Von seiner Gemahlin Peisidike 3 war er der Vater des Boros 3; Schol. Plat. 208 D. Homer Odyssee 11,278ff: „Chloris, die schöne, erblickte ich dann, die Neleus einst freite, ihrer Anmut zuliebe, für reichliche Bräutigamsgaben. Jüngste Tochter des Sohns des Iasos war sie, Amphions, der die minyische Stadt Orchomenos kraftvoll beherrschte. Königin war sie in Pylos, gebar dort stattliche Söhne, Nestor und Chromios und Periklymenos auch, den berühmten; …“ [Homer: Odyssee. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 5731 (vgl. Homer-W Bd. 2, S. 172) (c) Aufbau-Verlag] Periklymenos wird auch direkt als Sohn des Poseidon bezeichnet. Er war Teilnehmer der Argonautenfahrt. ….. Nachdem Herakles den jungen Iphitos 1 ermordet hatte, kam er zu Neleus und bat um Reinigung von der Schuld. Neleus weigerte sich, weil Iphitos` Vater, Eurytos 2, sein bester Freund war. Diese Schmach rächend kehrte Herakles einige Zeit später zurück, zerstörte Pylos und tötete Chloris, die Gemahlin des Neleus, und elf seiner zwölf Söhne (In der Literatur werden 19 Namen genannt.); Apollodor 2,129f. Nur Nestor, er war damals zur Erziehung in Gerenia, entkam dem Tod. Bei diesem Kampf verwandelte Periklymenos sich, dank der ihm von Poseidon verliehenen Gabe, in einen Adler und wollte durch die Lüfte entfliehen. Herakles ergriff den Bogen und tötete ihn mit einem Pfeil; Ovid met. 12,556ff: (Erzählung des Nestor) „Er, den Vater du nennst, warf einst die messenischen Mauern Nieder, und Elis vertilgt' er und Pylos, die schuldlosen Städte, Und ließ Feuer und Schwert einbrechen in meine Penaten. Aller der anderen nicht, die jener erschlug, zu gedenken: Zwölf Neliden an Zahl, ansehnlich als rüstige Jugend, Waren wir: alle die zwölf, nur mich nicht, fällte der starke Herkules. Daß er die andern besiegt, das ließe sich tragen: Ganz absonderlich starb Periclymenus, dem das Vermögen, Jede erwünschte Gestalt zu nehmen und wieder zu lassen, Hatte Neptunus verliehn, des neleischen Stammes Begründer. Der, nachdem er umsonst sich gewandelt in alle Gestalten, Wird zu dem Vogel zuletzt, der in den gebogenen Füßen Pfleget zu tragen den Blitz, liebwert dem Beherrscher der Götter. Nutzend die Stärke des Aars nun hatt er mit Schwingen und krummem Schnabel und hakigen Krallen des Mannes Gesicht bald zerrissen; Doch der Tirynthier spannt gegen ihn den sicheren Bogen; Dann, als hoch in die Wolken hinan sich schwangen die Glieder, Trifft er ihn mitten im Flug, wo sitzt an der Seite der Fittich. Schwer nicht war er verletzt, doch die Sehnen, zerschnitten vom Eisen, Sind ihm gelähmt und versagen den Schwung und die Kräfte zum Fliegen. Jählings fällt er hinab, weil jetzt, gelähmt, seine Flügel Nicht ergreifen die Luft, und den Pfeil, da, wo er am Fittich Leicht nur hing, drückt ein das Gewicht des getroffenen Leibes: Oben durchstach er die Seit und ragt' aus der Achsel zur Linken. Meinest du noch, ich soll, was tat dein Herkules, rühmend Künden, o stattlicher Held und Führer der rhodischen Flotte?“ [Ovid: Verwandlungen (Metamorphoses). Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 13018 (vgl. Ovid-W Bd. 1, S. 302 ff.) (c) Aufbau-Verlag] ….. Man erzählt auch, Periklymenos habe sich in eine Fliege oder Biene verwandelt und sei von Herakles erdrückt worden.