eine gesamtgenealogie der griechisch-mediterranen mythologie
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midas 1
MIDAS 1,2,3 1. Myth. phrygische Gestalt, ursprünglich ein Walddämon oder Quellgeist, dessen Spuren sich vielleicht bis in den früheren Lebensraum der Phryger in Makedonien zurückverfolgen lassen. Erfinder des Ankers, Gründer des Kybeletempels in Pessinus. Seine Genealogie ist sehr zweifelhaft. Er war Gemahl der Demodike 4 / Demonike 2 / Hermodike, einer außerehelichen Tochter des Agamemnon. Herodot I 14, 35, 45 und VIII 138 erwähnt ihn. Pollux 9,38 überliefert, dass einige behauptet haben Demodike 4 hätte die Münzprägung erfunden. ….. Midas wurde mit dem Sohn der Phrygerkönigs Gordios 1 zusammengelegt. Kybele wurde zu seiner außerehelichen Mutter gemacht, denn Gordios war mit einer Frau aus dem Sehergeschlecht der Telmisseer verheiratet. Es dürfte sich bei ihm und seinem Vater um zwei Königsgeschlechter handeln, in deren Zeit der phrygische Staat und die Städte Midaeion, Gordion, Ankyra, heute Ankara, Pessinus und Kelainai gegründet wurden. ………….. Als sich Dionysos auf dem Weg nach Indien befand fing Midas hinterlistig, er hatte einen Brunnen mit Wein gefüllt, den alten Silenos, um an seiner Weisheit teilzuhaben. Silenos erklärte ihm: „Das größte Glück für den Menschen ist, nie geboren zu werden, das zweitgrößte, baldmöglichst zu sterben.“ – eine allgemein gebräuchliche Formulierung in antiken Trostschreiben ab dem 7. Jh. v. Chr.. Midas brachte Silenos dem Dionysos zurück und erhielt dafür einen Wunsch frei. Goldgierig wünschte er sich, dass alles was er berühre zu Gold werde. Sein Jubel verging, als er etwas essen wollte. Hungrig bat er den Gott um Rücknahme der Gunst. Dionysos empfahl ihm sich im Fluss Paktolos zu reinigen. Midas war geheilt, der Fluss führt bis heute Gold. ……… Midas wurde zum allgegenwärtigen Beispiel, wie aus Gier nach Geld und Gold ein Repräsentant der Macht zum vollkommenen Tölpel werden kann – als sichtbares Zeichen von Gier und Dummheit wuchsen dem Midas, ein Geschenk des Apollon, Eselohren. Aus Wikipedia vom 06.05.2012: Midas ( HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Altgriechische_Sprache" \o "Altgriechische Sprache" griechisch ?????) ist der Name mehrerer Könige von HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Phrygien" \o "Phrygien" Phrygien. Zum Teil haben sie HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Mythos" \o "Mythos" mythischen Charakter; mindestens ein Midas ist aber eine historische Persönlichkeit.Der sagenhafte Midas soll ein Sohn des HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Gordios" \o "Gordios" Gordios und der HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Kybele" \o "Kybele" Kybele gewesen sein und seiner Mutter das große Heiligtum in HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Pessinus" \o "Pessinus" Pessinus geweiht haben. HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Midas" \l "cite_note-0#cite_note-0" [1] Über seine Gier und Dummheit gab es etliche antike mythische Anekdoten: Um so weise wie HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Silenos" \o "Silenos" Silenos zu werden, glaubte Midas, es genüge, ihn zu fangen. Er stellte ihm eine Falle, indem er einer Waldquelle Wein beimischte, aus der Silenos trank und berauscht einschlief. HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Dionysos" \o "Dionysos" Dionysos, der seinen alten Lehrer vermisste, musste dem König für dessen Freigabe einen Wunsch erfüllen. Midas wünschte sich, dass alles, was er berühre, zu Gold würde. Der Wunsch wurde ihm gewährt. Doch da ihm nun auch Essen und Trinken zu Gold wurden, drohte ihm der Tod durch Hunger oder Durst. Deshalb bat er den Gott, die Gabe zurückzunehmen. Dionysos riet ihm, im Fluss HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Paktolos" \o "Paktolos" Paktolos zu baden, auf den dann die Gabe überging, so dass er zum goldreichsten Fluss HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinasien" \o "Kleinasien" Kleinasiens wurde. HYPERLINK "http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d6/Midas_gold2.jpg" INCLUDEPICTURE "http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d6/Midas_gold2.jpg/403px-Midas_gold2.jpg" \* MERGEFORMATINET King Midas with his daughter. HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Crane" \o "de:Walter Crane" Walter Crane (1845–1915) Nach einer weiteren Erzählung erkannte Midas bei einem Wettstreit zwischen dem hässlichen HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Pan_(Mythologie)" \o "Pan (Mythologie)" Pan und dem wohlgestalteten HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Apollon" \o "Apollon" Apollon, den Vertretern der HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Syrinx" \o "Syrinx" Syrinx und der HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Kithara" \o "Kithara" Kithara, dem Pan den Preis zu, wofür ihm Apoll die Ohren zu zwei Eselsohren lang zog (vgl. Bachkantate HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Geschwinde,_ihr_wirbelnden_Winde" \o "Geschwinde, ihr wirbelnden Winde" Der Streit zwischen Phoebus und Pan). Midas verbarg diese Schmach unter einer HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Phrygische_M%C3%BCtze" \o "Phrygische Mütze" Phrygischen Mütze. Nur sein Barbier entdeckte sie. Der wagte zwar nicht, das Geheimnis einem Menschen zu verraten, konnte aber dem Drang, es weiterzusagen, nicht widerstehen, grub am Flussufer ein Loch und rief dreimal hinein: „König Midas hat Eselsohren!“ Dann warf er es wieder zu. Doch das Schilfrohr hatte mitgehört und flüsterte es anderen HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Binsen" \o "Binsen" Binsen weiter, wenn der Wind rauschte, so dass am Ende alle Welt es wusste. Eine allgemein bekannte Tatsache wird daher auch HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Binsenweisheit" \o "Binsenweisheit" Binsenweisheit genannt. HYPERLINK "http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/65/Clerck%2C_Hendrick_de_-_Midas_-_c._1620.jpg" INCLUDEPICTURE "http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/65/Clerck%2C_Hendrick_de_-_Midas_-_c._1620.jpg/800px-Clerck%2C_Hendrick_de_-_Midas_-_c._1620.jpg" \* MERGEFORMATINET Wettstreit zwischen Pan und Apoll: Midas mit Eselsohren (Hendrik de Clerck, ca. 1620) Von HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Ovid" \o "Ovid" Ovid sind die gleichen Sagen überliefert (Metamorphosen XI, 85–145), die ebenfalls von HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles" \o "Aristoteles" Aristoteles in dessen Werk HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Politik_(Aristoteles)" \o "Politik (Aristoteles)" Politik (????????) erwähnt werden. Der historische Midas war in der 2. Hälfte des 8. Jahrhundert v. Chr. Herrscher des HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Phryger" \o "Phryger" phrygischen Großreichs, das weite Teile HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Anatolien" \o "Anatolien" Anatoliens beherrschte. Er ist sowohl in griechischen („Midas von Phrygien“) als auch in HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Assyrien" \o "Assyrien" assyrischen („Mita von HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Muschki" \o "Muschki" Muschki“) Schriftquellen gut bezeugt. Seine früheste Erwähnung datiert 738 v. Chr. Als die HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Kimmerier" \o "Kimmerier" Kimmerier ins Phrygerreich einfielen und die Hauptstadt HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Gordion" \o "Gordion" Gordion vor dem Fall stand, nahm Midas sich das Leben – nach einer griechischen Erzählung, indem er Stierblut trank. HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Midas" \l "cite_note-1#cite_note-1" [2] Ob es derselbe Midas war, der ab 738 v. Chr. sehr oft im 8. Jahrhundert erwähnt wurde, ist unklar. Das hängt von dem Datum der Zerstörung Gordions – 696 oder 679 v. Chr. – ab. Früher bevorzugte man das erstgenannte Datum und ging davon aus, dass es dieselbe Person sei. Da immer mehr Althistoriker und Archäologen zu 679 v. Chr. tendieren, geht nun ein Teil der Forschung davon aus, dass der Midas des 8. Jahrhundert und der Midas unter dessen Herrschaft Gordion fiel, zwei unterschiedliche Könige gleichen Namens sind. Ein großer HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Tumulus" \o "Tumulus" Tumulus in der Nähe von Gordion, mit sehr vielen kostbaren Grabbeigaben könnte das Grab des Midas sein. Einige Gegenstände konnten typologisch ungefähr in die Zeit um 700 v. Chr. datiert werden. Für ein Stück Holz wurde HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Dendrochronologie" \o "Dendrochronologie" dendrochronologisch ein Fälldatum von 718 v. Chr. ermittelt (neueste Untersuchungen deuten allerdings auf ein früheres Datum). In dem Grab wurde das Skelett eines 60–70 Jahre alten Mannes gefunden. Das alles passt sehr gut zum berühmten historischen König Midas – vorausgesetzt Gordion ist 696 v. Chr. zerstört worden. Daher wird der Tumulus – auch von der seriösen Forschung – als „Midas-Grab“ bezeichnet. Eine Rekonstruktion der Grabkammer ist im HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Museum_f%C3%BCr_anatolische_Zivilisationen" \o "Museum für anatolische Zivilisationen" Museum für anatolische Zivilisationen in HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Ankara" \o "Ankara" Ankara zu sehen. Nach HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/William_Francis_Ainsworth" \o "William Francis Ainsworth" William Francis Ainsworth, einem Forschungsreisenden des 19. Jahrhunderts, war an einem Grab bei HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Seyitgazi" \o "Seyitgazi" Seyitgazi (in der Nähe von HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Eskisehir" \o "Eskisehir" Eskisehir) ebenfalls der Name Midas zu lesen. .................. In seinen Annalen berichtet der assyrische König Sargos II dass er einen König Mita von Mus?ki vertrieben habe. Ob der phrygische König Midas mit diesem Mita identisch ist ist bis heute noch nicht geklärt. Nach BITTEL, BÖRKER-KLÄHN, LAMINGER-PASCHER und BOSSERT sind drei Personen mit dem Namen Mita nachweisbar die aber zu verschiedenen Zeiten gelebt haben. (BERND, Dietrich: Midasstadt in Phrygien. Eine sagenumwobene Stadt in Phrygien.Verlag Phillip von Zabern, Mainz am Rhein, 2002. Seiten 5, 77) .................. Ovid met. 11,85ff: „Bacchus genügt das nicht; ganz jene Gefilde verlassend, Nimmt er mit besserem Chor nach den Weinhöhn seines Timolus Und dem Paktolos den Weg, wenn auch nicht golden die Wellen Damals waren und nicht ob köstlichen Sandes beneidet. Satyrn schwärmen um ihn, das gewohnte Gefolge, und Bacchen; Aber Silenus ist fern. Der wurde von phrygischem Landvolk, Wankend von Wein und von Alter, gefangen, mit Kränzen gefesselt, Hin zu Midas geführt, dem Könige, welchen der Thraker Orpheus orgischen Dienst mit Eumolpos gelehrt, dem Athener. Jener, sobald er erkannt den Genossen und Bruder der Feier, Heißt willkommen den Gast und begeht zehn Tage und Nächte Hintereinander mit Schmaus und Gelage das frohe Ereignis. Lucifer hatte den Reihn der erhabenen Sterne beschlossen Elfmal nun, da kam in die lydische Flur der vergnügte König und brachte zurück den Silenus dem blühenden Zögling. Freies Belieben im Wunsch- es freut ihn, doch kann er's nicht nutzen - Gönnt drauf jenem der Gott, froh über des Pflegers Zurückkunft. Er, dem schlechten Gewinn das Geschenk bringt, spricht: »So verleihe, Daß, was immer berührt mein Leib, sich verwandle zu Golde.« Liber nickt zu dem Wunsch und gewährt die verderbliche Gabe, Und es bekümmert ihn sehr, daß Besseres nicht er begehrte. Froh dieses Übels, entfernt sich der berekyntische Heros Und rührt einzelnes an, ob sich das Versprechen bewähre. Zweifel in sich noch setzend, bricht er von niedriger Eiche, Grün von Blättern, ein Reis: das Reis ist golden geworden. Auf nun hebt er den Stein: der Stein ist erblichen zu Golde. Erde berührt er, und gleich ist die Scholle vom starken Berühren Klumpiges Erz. Ausrauft er gereifete Ähren der Ceres: Goldene Ernte erschien. Vom Baum abpflückt er den Apfel: Für Hesperidengeschenk wohl nähmst du ihn. Kommt mit den Fingern Stehenden Pfosten er nah, so scheinen die Pfosten zu strahlen. Wenn er in rinnender Flut sich hatte gewaschen die Hände, Konnte die Flut, die den Händen entrann, auch Danaë täuschen. Kaum umfaßt er im Geist sein Glück, der alles sich golden Vorstellt. Jetzt besorgt das Gesinde dem Frohen die Tafel, Reich mit Speisen besetzt und versehn mit gerösteter Feldfrucht. Da nun aber, sobald mit der Rechten die Gabe der Ceres Midas hatte berührt, erstarrte die Gabe der Ceres; Oder gedacht er das Fleisch zu zermalmen mit gierigem Zahne, Hüllte das Fleisch beim Nahen des Zahns gelbglänzende Kruste. Als er mit Wasser gemischt den Verleiher des mächtigen Zaubers, Da war's flüssiges Gold, was ihm in dem Schlunde hinabrann. Starr vor Schreck ob des neuen Verderbs, so dürftig im Reichtum, Möcht er den Schätzen entfliehen und haßt, was jüngst er begehret. Mitten in Fülle verbleibt sein Hunger; es brennt in der Kehle Trockener Durst, und das leidige Gold ist verdienete Plage. Da zum Himmel erhebt er die Händ und die strahlenden Arme: »Vater Lenaeus, verzeih huldvoll! Wir sündigten«, sprach er, »Aber erbarme dich mein und entreiß mich dem glänzenden Elend!« Bacchus, der gütige Gott, stellt her den geständigen Sünder, Und er beseitigt die Gunst, die, treu dem Vertrage, gewährt war. »Daß du umdrängt nicht bleibst von dem übel erbetenen Golde«, Sprach er, »geh an den Strom, der nahe dem mächtigen Sardes; Dann auf der Höhe des Bergs, entgegen den fallenden Wellen, Wandre den Weg, bis daß du gelangst an die Quelle des Flusses, Und in den schäumenden Born, da, wo er am reichsten hervorkommt, Tauche das Haupt und wasche den Leib und wasche die Schuld ab.« Midas gehorcht und steigt in die Flut. Die verwandelnde Goldkraft Färbte den Strom und wich von dem menschlichen Leib in die Wellen. Jetzt noch starret die Flur vom empfangenen Samen der alten Ader und flimmert von Gold, das dringt in befeuchtete Schollen. Reichtum hassend und Prunk, hielt jener in Wäldern und Fluren Lieber sich auf, bei Pan, der stets Berggrotten bewohnet. Aber es blieb sein träger Verstand, und schaden wie vormals Sollte der törichte Sinn zum anderen Mal dem Besitzer. Weithin schauend ins Meer mit jäh ansteigender Höhe, Starrt des Tmolus Gebirg, und gedehnt in doppelter Senkung, Endet es hier bei Sardes und dort bei dem kleinen Hypaepa. Als sein Spiel auf der Flöte dort Pan anmutigen Nymphen Rühmte und leichtes Getön vortrug auf verbundenen Rohren, Wagt' er Apollos Spiel im Vergleich mit sich zu verachten, Und er erschien vor Tmolus' Gericht zum verwegenen Wettstreit. Sitz nimmt ein auf dem Berg der richtende Greis, und die Ohren Macht er von Bäumen sich frei; nur Eichlaub kränzt ihm des Hauptes Bläuliches Haar und umwallt die vertiefeten Schläfen mit Eicheln. Da nun sprach er, zum Gotte des Viehs hinschauend: »Der Richter Stehet bereit.« Pan bläst zum Beginn auf den ländlichen Halmen, Und mit Ergötzen vernimmt der grad anwesende Midas Sein barbarisches Spiel. Drauf wendet der heilige Tmolus Phoebus entgegen das Haupt: sein Wald ist gefolgt dem Gesichte. Jener, das blonde Gelock umkränzt mit parnassischem Lorbeer, Schleift am Grund das Gewand, das tyrische Farbe gesättigt; Seine mit indischem Zahn und Gestein reich prangende Leier Ist von der Linken gefaßt; in der andern hält er den Schlegel. Künstlergemäß auch stellt er sich auf. Nun rührt er die Saiten Mit kunstfertigem Daumen, und Tmolus, entzückt von dem Wohllaut, Heißet die Rohre des Pan sich erniedrigen unter die Leier. Allen gefällt der Entscheid und Spruch des heiligen Berges; Doch laut wird er geschmäht vom Gerede einzig des Midas Und unbillig genannt. Da läßt der delische Jüngling Menschliche Form nicht mehr so törichte Ohren behalten, Sondern er reckt sie hinaus und füllt sie mit weißlichen Haaren, Macht auch unten sie schwank und verleiht Willkür der Bewegung. Sonst verbleibt er ein Mensch; an dem einzigen Gliede verurteilt, Trägt er die Ohren hinfort des langsam schreitenden Esels. Midas verhehlet es zwar und sucht zu verhüllen die Schläfen, Denen der häßliche Schimpf anhaftet, in purpurner Mütze. Aber ein Diener, gewohnt, mit dem Stahl ihm zu kürzen das Haupthaar, Hatt es gesehn. Weil der die gesehene Schmach zu verraten Nicht sich getraut, wie gern er zutage sie hätte gefördert, Aber zu schweigen auch nicht vermag, gräbt endlich den Boden Heimlich er auf, und was er für Ohren erblickt an dem König, Meldet er leis und flüstert es zu dem gewühleten Erdreich. Wieder verscharrt er sodann in dem Loch das entdeckte Geheimnis, Geht stillschweigend hinweg und verläßt die verschüttete Grube. Dort wuchs bald ein Gebüsch, dicht stehend von schwankenden Rohren; Das tat kund, sobald es gereift nach vollendetem Jahre, Wer den Acker bestellt. Denn jene vergrabenen Worte Raunt es, erregt vom Süd, und bezichtigt die Ohren des Herren.“ [Ovid: Verwandlungen (Metamorphoses). Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 12946 (vgl. Ovid-W Bd. 1, S. 262 ff.) (c) Aufbau-Verlag] 2. Die vom deutschen Historiker Reiner Reineccius im 16. Jh. nach Herodot erstellte Reihenfolge der Könige von Gordios 1, abwechselnd mit Midas, bis Adrastos 4 ist problematisch. 3. Wie 2.