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oinone 1,2
OINONE 1,2 1. Eine frühe Sage berichtet, dass Oinone, eine Tochter des Budion, die Eponyme jener Insel war die später Aigina genannt wurde. Auf diese Insel habe Zeus die Asopostochter Aigina entführt und mit ihr den Myrmidonenkönig Aiakos gezeugt; Apollodor 3,157 Paul Dräger. Pythainetos (FHG IV 487) nach der im Schol. Pindar Nem. VI 53 a erhaltenen Angabe des Didymos. RE XVII 2251 2. Nymphe in der Troas, Tochter des Flussgottes Kebren; Apollodor 3,154; Nicander Frag; Cephalon Gergitha Frag; Parthenius Liebesleiden 4. Schwester von Asterope 1. Gemahlin des Paris und von ihm Mutter des Korythos; Hellanikos Troica Frag.; Cephalon Gergitha Frag.; Parthenius Liebesleiden 34. Als Paris auf dem Ida aufwuchs verliebte er sich in die schöne Nymphe, heiratete sie und führte mit ihr ein genüssliches Leben. HYPERLINK "http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/2/22/Pieter_Lastmann_%281583-1633%29_Paris%26%C3%96none_1619.jpg" INCLUDEPICTURE "http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/2/22/Pieter_Lastmann_%281583-1633%29_Paris%26%C3%96none_1619.jpg" \* MERGEFORMATINET Pieter Lastman: Paris und Önone, 1619 HYPERLINK "http://www.wikipaintings.org/en/agostino-carracci/paris-and-oenone" \o "Paris and Oenone - Agostino Carracci" INCLUDEPICTURE "http://uploads4.wikipaintings.org/images/agostino-carracci/paris-and-oenone.jpg!xlMedium.jpg" \* MERGEFORMATINET Agostino Carracci (1557 - 1602), Paris et Oenone Nach dem Urteil des Paris, bei dem Aphrodite ihm die schönste Frau der Welt versprach, warnte ihn Oinone. Paris fuhr trotzdem nach Sparta. Vor der Abreise versprach sie ihm ihn zu heilen, sollte er jemals im Krieg verletzt werden. Apollodor 3,154f: "Hektor heiratete die Andromache, die Tochter des Eëtion, Alexandros die Oinoe, die Tochter des Fluss(gott)es Kebren. Diese hatte von Rhea die Seerkunst gelernt und dem Alexandros geraten, nicht wegen Helena in See zu stechen. Sie konnte ihn aber nicht überreden und sagte ihm deshalb, solle er, wenn er verwundet werde, zu ihr zurückkehren; sie allein nämlich könne ihn heilen. Er habe Helena aus Sparta geraubt, sei während des Krieges um Troia von Philoktetes mit den Pfeilen des Herakles verwundet worden und kehre nun zu Oinoe auf den Ida zurück. Sie aber war ihm noch böse und weigerte sich, ihn zu heilen. Alexandros wurde daraufhin nach Troia gebracht und starb dort; Oinone aber hatte ihre Haltung geändert und noch die Zaubermittel gebracht, nahm nun aber wahr, dass er tot sei, und erhängte sich." (Apollodor: Götter und Helden der Griechen. Eingeleitet, herausgegeben und übersetzt von Kai Brodersen, Edition Antike, WBG Darmstadt, 2012.) Parthenios von Nicaea, geb. ca. 100 v. Chr., Liebesleiden 4: "Alexandros, der Sohn des Priamos, verliebte sich als Rinderhirt auf dem (Berg) Ida in die Tochter des Kebren, Oinone. Es heißt, daß sie von einem Gott mit der Fähigkeit begabt worden sei, die Zukunft vorherzusagen, und auch sonst wegen ihres Verstandes weithin berühmt gewesen sei. Alexandros also führte sie nun von ihrem Vater fort auf den Ida, wo er seine Ställe besaß, hatte sie zur Frau gelobt, da er ihr gewogen war, daß er sie niemals verlassen und sie in immer größeren Ehren halten werde. Sie aber sagte, sie wisse, daß er sie gegenwärtig liebe; es werde jedoch eine Zeit kommen, in der er sie verlassen und nach Europa übersetzen werde; dort werde er, von einer fremden Frau betört, für seine eigenen Leute einen Krieg herbeiführen. Auch weissagte sie ihm, daß er in diesem Krieg verwundet würde und niemand außer ihr selbst in der Lage sein werde, ihn wieder gesund zu machen. Jedesmal aber, wenn sie davon sprach, wollte er nicht zulassen,daß sie dies auch nur erwähne. Nachdem aber einige Zeit vergangen war und Alexandros Helena geheiratet hatte, machte ihm Oinone wegen dieser Handlungen Vorwürfe und reiste nach Kebren (bei Troia), woher sie stammte. Alexandros aber wurde, nachdem der Krieg (Kampf um Troia) begonnen hatte, beim Bogenschusswechsel mit Philoktetes verwundet. Da kam ihm das Wort der Oinone wieder in den Sinn, als jene gesagt hatte, daß er nur von ihr geheilt werden könne; er schickte daher einen Boten zu ihr mit der Bitte, sie möge ihm rasch zu Hilfe kommen und das Vergangene vergessen, weil es nur nach dem Ratschluss der Götter so gekommen sei. Sie aber antwortete aber trotzig, daß er zu Helena gehen und sie bitten müsse. Tatsächlich jedoch eilte sie sogleich dorthin, wo er nach ihren Erkundigungen liegen sollte. Da aber der Bote das von Oinone gesagte schneller gemeldet hatte, verzweifelte Alexandros und starb. Oinone aber, die ihn bei ihrer Ankunft tot auf dem Boden liegen sah, schrie auf und brachte sich unter lautem Wehklagen selber um." (BRODERSEN, Kai: Liebesleiden in der Antike. Die "Erotica Pathemata" des Parthenios. Eingeleitet, herausgegeben und übersetzt von Kai Brodersen mit 36 Vasenbildern aus dem Reiss-Museum Mannheim. Primus-Verlag, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 2000.) Andere Schriftsteller berichten, dass sich Paris zum Berg Ida tragen ließ. INCLUDEPICTURE "http://www.mlahanas.de/Greeks/Mythology/Images2/ParisOenone.jpg" \* MERGEFORMATINET Doch Oinone weigerte sich den Untreuen zu heilen, sterbend kehrte er nach Troia zurück. Als die verlassene Gemahlin ihren Hass bedauerte und ihm mit Wunderkräutern nacheilte, kam sie zu spät. Bereuend nahm sie sich das Leben. Im "Der Fall von Troia" 10.266ff und 10.411ff erzählt Quintus Smyrnaeus sehr dramatisch von der Weigerung der Oinone Paris zu heilen und von ihrem Selbstmord auf dem Scheiterhaufen. Bakchylides, Fragment 20D, berichtet, dass sie sich von einem Felsen gestürzt habe. Ihr gemeinsames Grab wurde in Kebren gezeigt; Strabo Geo. 13,1,33. RE XVII 2251 HYPERLINK "http://www.van-ham.com/fileadmin/kuenstler/cornelis-cornelisz-van-haarlem/paris-und-oinone-1.jpg" \o "Paris und Oinone von Cornelis Cornelisz. van Haarlem, Nachfolge" INCLUDEPICTURE "http://www.van-ham.com/typo3temp/GB/paris-und-oinone-1_0dd3f4_04ed82fdc3.png" \* MERGEFORMATINET Paris und Oinone von Cornelis Cornelisz. van Haarlem, 1522-1638, Ovid: Briefe berühmter Frauen,V. Oenone an Paris [Ihrem Paris, ob auch der Ihre zu sein er sich weigre, Sendet zu lesen vom Berg Ida die Nymphe den Brief.] Liest du ihn? Oder verbietet's die neue Gemahlin? Ja, lies ihn! Von des Mykeners Hand kommt er geschrieben dir nicht. Ich, die Najad Oenone, berühmt in Phrygiens Wäldern, Nennend - vergönnst du's - dich mein, klage, beleidigt von dir. Welches Gottes Gewalt steht meinen Wünschen entgegen? Welches Vergehn soll mich hindern, die Deine zu sein? Was man leidet aus Schuld, das muß man gelassen erdulden. Schmerzen verursacht, was ohne Verschulden man büßt. Als mir Nymphe genügte, der Tochter des mächtigen Flußgotts, Deine Gemahlin zu sein, standest so hoch du noch nicht. Du, nun Priamus' Sohn, warst (scheue dich nicht vor der Wahrheit!)nos Sklave; der Ehe mit dir weigert ich Nymphe mich nicht. Oftmals ruheten wir mit den Herden im Schatten der Bäume, Rasen, mit Laub bestreut, bot oft zum Lager sich dar. Oftmals schützten wir uns, auf Stroh in niedriger Hütte Und auf geschichtetem Heu liegend, vor grau-weißem Reif. Wälder, zu Jagden geeignet, und Felsenschluchten, worin sich Birgt mit den Jungen das Wild, sage, wer zeigte sie dir? Oftmals spannt ich dir maschige Netze als deine Gefährtin, Hetzte durch weites Gebirg flüchtige Hunde dir hin. Eingeschnitten in Buchen, von deinem Messer gezeichnet, Wird mein Name bewahrt, liest man »Oenone« noch jetzt. Und es erwächst mein Name so hoch, wie erwachsen die Stämme. Wachst nur und recket euch auf, einst meine Grabschrift zu sein! (Einer Pappel gedenk ich, gepflanzt an des Stromes Gestade Steht sie; meiner gedenkt, was sie Geschriebenes trägt.) Pappel, erhalte dich nur, gepflanzt am Rande des Ufers, Die du in runzligem Stamm wörtlich die Zeilen enthältst: »Wenn es je Paris vermag, zu leben getrennt von Oenone, O so strömt auch gewiß Xanthos zur Quelle zurück.« Eile nur, Xanthos, zurück; strömt rückwärts zur Quelle, ihr Wasser! Wohl hält Paris es aus, fern von Oenone zu sein. Ach, mein klägliches Los, daß deiner veränderten Liebe Trauriger Winter begann, führte der Tag mir herbei, Als sich Minerva (weit schöner doch ist sie gewappnet!) und Juno Stellten mit Venus vereint nackt deinem Schönheitsentscheid. Als du mir dies erzähltest, da pochte mir angstvoll der Busen, Eiskalt lief mir der Schreck durch das erstarrte Gebein. Weil ich mich fürchtete, fragt ich die ältesten Männer und Frauen Drüber um Rat; es galt allen für böses Geschick. Tannen fällt man und zimmert Gebälk, und der fertigen Flotte Schiffe, bestrichen mit Pech, bringt man zur bläulichen Flut. Scheidend weinetest du; o schäme dich doch, es zu leugnen; Mehr bringt die jetzige Lieb als die vergangne dir Schimpf. Ja, du weintest und sahst mein Auge von Tränen befeuchtet; Trauernd mischten wir beid unsere Tränen in eins. Nicht umschlingt so innig die Reb umklammernd den Ulmbaum, Als du, die Arme um mich schlingend, am Halse mir hingst. Ach, wie lachten, sooft du den Wind anklagtest als Hemmnis, Deine Gefährten so oft! Wehte doch günstig der Wind! Und wie gabst du so oft mir nochmals Küsse zum Abschied! Kaum ein: Lebe du wohl! brachte die Zunge hervor. Jetzt nun schwellt am starrenden Mast die leinenen Segel Säuselnde Luft, und die Flut schäumt, von den Rudern gepeitscht, Und die scheidenden Segel verfolg ich, so weit nur der Blick reicht; Tränen, vergossen von mir Armen, befeuchten den Sand. Baldige Rückkehr erbitt ich von Nereus' grünlichen Töchtern, Ja, daß bald du zurückkehrest zu meinem Verderb. Ja, und du kamst, wie ich flehte, doch mir nicht, nein, der verwünschten Buhlin zulieb, für sie schmeichelt ich ihnen - weh mir! Weithin beherrscht des Meers unmeßbare Tiefen ein Felsen; Es war ein Berg, und standhält er der wogenden Flut. Dorther erblickt ich zuerst von deinem Geschwader die Segel, Und in die Fluten hinab fühlt ich zu springen den Drang. Während ich zögre, so glänzt mir Purpur entgegen vom Vorschiff, Schrecken befällt mich: der Schmuck war ja der deinige nicht. Kaum ist genaht und gelandet das Schiff mit beflügelndem Winde, Werd ich - es zittert mein Herz - weibliche Wangen gewahr. Dieses genügte noch nicht: die schändliche Freundin (warum denn Zögert ich Rasende noch?) saß auf dem Schoße dir selbst. Jetzt zerriß mein Gewand ich, zerschlug mir die Brust, und mit starren Nägeln ritzt ich sogar weinend die Wangen mir auf; Und mit Klagegeschrei erfüllt ich den heiligen Ida; Hier verbarg ich mich dann weinend im Felsengemach. Traure so Helena auch und klage, vom Gatten verlassen; Was ich zuerst durch sie litt, das erfahre sie selbst! Welche dir folgen durch offene Meere und rechtlich verbundne Gatten verlassen, wie wohl passen nun solche für dich! Aber da arm du noch warst und weidetest Herden als Hirte, Gattin des Ärmlichen war einzig Oenone da noch. Schätze bezaubern mich nicht, mich reizt dein Königspalast nicht, Priamus' Tochter zu sein, wünscht ich - wie viele - mir nicht. Doch darf Priamus nicht sich weigern, mein Schwäher zu heißen, Hekuba schämen sich nicht, wär ihr ich Nymphe verwandt. Eines Gewaltigen Gattin zu sein verdien ich und wünsch ich, Sind mir doch Hände verliehn, denen ein Zepter geziemt. Hüte dich, weil ich mit dir einst lagert im Schatten der Buchen, Mich zu verachten! Mir ziemt purpurnes Lager noch mehr. Endlich: gefahrlos ist die Verbindung mit mir. Es erhebt sich Keinerlei Krieg noch bringt rächende Schiffe die Flut. Tyndarus' Tochter dafür, die entflohne, mit grimmigen Waffen Heischet man sie: solch ein Gut bringt dir, sich brüstend, die Braut. Soll man den Danaërn sie zurückerstatten? Den Hektor, Den Deïphobos auch, forsche Polydamas aus! Frage du selbst, was Priamus rät und Antenor, der ernste, Denen des Lebens Verlauf lange ein Lehrer schon war. Schmähliche Erstlingstat, der Geraubten zu opfern die Heimat, Schnöder Verrat! Ihr Gemahl führet die Waffen des Rechts. Bist du klug, so versprich vom lakonischen Weibe dir keine Treue! Sie gab sich so schnell deinen Umarmungen hin. So wie der jüngre Atrid ob entweihetem Bunde der Ehe Schreit und beklagt, daß ihn buhlend der Fremdling betrog, So wirst schreien auch du. Mit keinerlei Künsten ersetzbar Ist die entweihete Scham; einmal verliert man sie nur. Liebe entflammt' sie für dich? Menelaus auch war's, den sie liebte; Jetzt aber liegt, der zuviel traute, im einsamen Bett. Glücklich vereint ist dem treuen Gemahl Andromache sicher: Wie deinem Bruder sie's ist, sollt ich Gemahlin dir sein. Doch du bist leichter als Laub, wenn solches, von wogenden Winden Dürre gemacht, auffliegt ohne des Saftes Gewicht. Weniger hast du in dir an Gewicht als starrende, leichte Ährenspitzen, von Glut dauernder Hitze gesengt. Also sang weissagend mit wildzerflatterndem Haare Deine Schwester mir einst (wieder gedenk ich daran): »Ach, was beginnst du, Oenone? Dem Sand vertrauest du Samen? Wahrlich zu keinem Gewinn pflügst du mit Stieren den Strand. Eine grajische Kuh kommt, dir zum Verderb und der Heimat Und dem Geschlecht! Oh, sie kommt, wehr es, die grajische Kuh! Senket, solang es vergönnt noch bleibt, das schändliche Fahrzeug Nieder ins Meer! Wie viel führt es, ach! Phrygierblut!« Also sprach sie. Es fingen die Rasende reißenden Laufes Sklavinnen auf, doch mir sträubt' sich das goldene Haar. Wehe, du warst mir Armen nur allzu wahre Prophetin: Jene Kuh, ach, sie hält meine Gehege besetzt! Sei auch ihre Gestalt voll Reiz, doch Buhlerin ist sie, Ließ, vom Gaste betört, heimische Götter zurück! Täusch ich im Namen mich nicht, so entführte sie früher schon Theseus, Ja, ein Theseus doch wohl, listig dem heimischen Land. Kam sie zurück wohl dann vom feurigen Jüngling als Jungfrau? Fragst du, woher ich's mag wissen? - Ich liebe ja selbst. Nenn es auch immer Gewalt und verhülle die Schuld mit dem Namen! Wer so oft schon entführt, bot zur Entführung sich an! Aber es bleibt Oenone getreu dem betrügenden Gatten, Wär ich zu täuschen auch dich deinem Gesetz nach befugt. Mich verfolgte der lüsterne Schwarm der flüchtigen Satyrn Eilenden Schritts (versteckt lag ich im Waldesgebüsch) Und selbst Faunus, mit stachliger Ficht umkränzt das gehörnte Haupt, auf weitem Gebirg, wo nur der Ida sich türmt. Trojas Befestiger auch, durch die Töne der Leier berühmt, war Hold mir, die Jungfrauschaft nahm er zur Beute dahin; Doch auch dieses mit Kampf: ich zerrauft mit den Händen das Haar ihm, Und mit den Fingern zerkratzt ward ihm die Wange von mir. Gold nicht heischt ich noch Edelgestein als Lohn der Umarmung, Schmählich, wenn edle Gestalt sich um Geschenke verkauft! Selber würdigt' er mich, mir ärztliche Künste zu weisen; All seine Gaben, er legt' mir in die Hände sie selbst. Welcherlei Kraut mit helfenden Kräften und welcherlei Wurzel Wächst in der Erde Gebiet, nützlich zum Heilen: mir dient's! Wehe mir Armen! Die Lieb ist allein nicht heilbar mit Kräutern; Mir Kunstfertigen nun mangelt die Hilfe der Kunst. Selbst der Erfinder der Kunst war Hüter der Rinder zu Pherae, Und es verwundete ihn flammende Liebe zu mir. Du nur vermagst mir zu helfen, wie weder der Gott noch die Erde, Reich an der Kräuter Gewächs, mir noch zu helfen vermag. Ja, dies kannst du; auch hab ich's verdient. O erbarme dich meiner, Die mit den Danaërn doch blutige Waffen nicht trägt! Nein, ich bin nur die Deine, mit dir durchlebt ich die Jugend: Und so lang ich noch leb, fleh ich, die Deine zu sein. [Ovid: Briefe berühmter Frauen (Heroides). Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 13359 (vgl. Ovid-W Bd. 2, S. 105 ff.) (c) Aufbau-Verlag] Ovid Heriodes 16,93ff: " Wie ich mich sehne nach dir, so sehnten nach mir sich die Jungfraun; Welchen so viele begehrt, kannst du besitzen allein. Nicht bloß seufzten nach mir der Fürsten und Könige Töchter, Sondern von Nymphen sogar ward ich ersehnt und geliebt. Da bewundert ich Oenones Schönheit vor allen, auf Erden Würd'ger ist keine, nach dir, Priamus' Tochter zu sein. Aber ein Ekel erfüllt mich gegen sie alle, da Hoffnung, Mich zu vermählen mit dir, Tyndarus' Tochter, mir winkt." [Ovid: Briefe berühmter Frauen (Heroides). Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 13460 (vgl. Ovid-W Bd. 2, S. 162) (c) Aufbau-Verlag http://www.digitale-bibliothek.de/band30.htm ] INCLUDEPICTURE "http://www.bornemania.com/civ/classical_greece/amphora-oenone-paris.jpg" \* MERGEFORMATINET Amphora - Oenone and Paris, 5. Jh. v. Chr. Ovid Heriodes 17,191ff: " Sicher ist nicht, nein flüchtig wie sie, der Fremdlinge Liebe; Hofft man, es knüpfe sich nichts fester, so ist sie dahin! Zeuginnen sind Hypsipyle dort und die Tochter des Minos, Hielt ja Betrug entfernt beide vom ehlichen Bett. Auch ist, sagt das Gerücht, Treubrüchiger, deine Oenone, Die du so manches Jahr liebtest, verlassen von dir. Das gibst du sogar zu; und auch ich bemühte mich eifrig (Falls du das noch nicht weißt), alles von dir zu erspähn. Mehr noch: Wolltest du selbst in steter Liebe beharren, Kannst du's? Das phrygische Volk rüstet die Segel ja schon. Während du redest mit mir und die Nacht, die ersehnte, herannaht, Weht, zum heimischen Strand schon dich zu tragen, der Wind. Mitten im Drange der Lust verläßt du die neuen Genüsse: Wie die Winde, so wird unsere Liebe verwehn." [Ovid: Briefe berühmter Frauen (Heroides). Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 13484 (vgl. Ovid-W Bd. 2, S. 176) (c) Aufbau-Verlag http://www.digitale-bibliothek.de/band30.htm ] HYPERLINK "http://www.brockport.edu/theatre/Ph3.jpg" INCLUDEPICTURE "http://www.brockport.edu/theatre/Ph3.jpg" \* MERGEFORMATINET Brockport Theater: Phedre by Jean Racine, Emily Donn as Oenone, November 2003, Directed by Richard St GeorgeScenic Design by Michelle Malavet, Alumna '95Lighting Design by Gary Thomas Musante Costume Design by Gail Argetsinger