eine gesamtgenealogie der griechisch-mediterranen mythologie
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xanthos 1 bis 24
XANTHOS 1 bis 24 1. Xanthos und Balios, die windschnellen sprechenden und unsterblichen Pferde des Achilleus, die Poseidon einst dem Peleus zur Hochzeit mit Thetis schenkte; Homer Ilias 16,149ff: „Nunmehr schirrte er ihm ins Joch die eilenden Rosse Xanthos und Balios, die auf den Schwingen des Sturmwindes flogen; die Harpyie Podarge, an des Okeanos Fluten weidend auf üppiger Wiese, gebar sie dem Zephyros einstmals.“ [Homer: Ilias. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 5127 (vgl. Homer-W Bd. 1, S. 299) (c) Aufbau-Verlag] Peleus gab diese unsterblichen windschnellen Pferde seinem Sohn Achilleus in den Krieg gegen Troia mit. ….. Eustathios Ilias 19 p. 1190 zählt sie zu den Titanen. Nach Ptol. Hephaistos 5 p. 192,3ff sollen sie ursprünglich Giganten gewesen sein. ….. Beim Tod des Patroklos weinten beide Pferde; Ilias 17,426ff: „Aber die Rosse des Aiakosenkels, fern dem Getümmel, weinten, seitdem sie wußten, daß ihr Gebieter im Staube lag, überwältigt von dem männermordenden Hektor. Held Automedon, der tapfere Sohn des Diores, versuchte freilich sie oft mit dem Schlag der zuckenden Geißel zu spornen, redete oftmals schmeichelnd sie an, dann scheltend auch wieder. Aber weder zum Lager am breiten Sunde der Helle wollten sie traben noch ins Getümmel zu den Achaiern, sondern sie standen fest, vergleichbar der Säule, die über Grabhügeln aufragt, den Stätten gestorbener Männer und Frauen. Ebenso harrten sie, regungslos, vor dem herrlichen Wagen, beide zu Boden gesenkt die Häupter; heiß rollten die Tränen unter den Lidern hervor zur Erde, sie weinten vor Sehnsucht nach dem Gebieter; Flecke zeigte die wallende Mähne, die aus dem Kissen am Joch zu beiden Seiten herausquoll. Mitleid empfand der Kronide beim Anblick der klagenden Rosse, schüttelte traurig sein Haupt und sprach zu sich selber die Worte: »Ach, ihr Armen, was schenkten wir euch dem Sterblichen Peleus, euch, die ihr niemals altert und niemals dem Tode anheimfallt? Etwa, damit ihr euch grämt im Kreise der elenden Menschen? Ist doch der Mensch das bei weitem erbärmlichste Wesen von allen, die da über den Boden der Erde hin schnaufen und laufen!“ [Homer: Ilias. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 5189 (vgl. Homer-W Bd. 1, S. 333 ff.) (c) Aufbau-Verlag] ….. Xanthos prophezeite Achill den Tod; Ilias 19,404ff: „Unter dem Joch gab Antwort ihm der windschnelle Renner Xanthos; er senkte das Haupt, hervor quoll unter dem Kummet üppig die Mähne und sank bis auf den Erdboden nieder; die weißarmige Hera verlieh ihm menschliche Stimme: »Heute noch, starker Achilleus, bringen wir lebend dich wieder. Doch ist der Tag des Verderbens dir nah, und nicht wir sind der Anlaß, sondern die mächtige Gottheit und das gewaltige Schicksal. Auch nicht, weil schlaff wir und langsam uns regten, vermochten die Troer von den Schultern des toten Patroklos die Rüstung zu reißen. Nein, der vortreffliche Gott, den die lockige Leto geboren, tötete ihn im Vorkampf und schenkte dem Hektor die Ehren. Wir zwei liefen sogar mit des Zephyros Hauch um die Wette, der doch am schnellsten, so sagt man, dahinbraust; dich werden, ganz ohne unsere Schuld, ein Gott und ein Mensch gewaltsam bezwingen.« So weit sprach er. Dann hemmten ihm die Erinyen die Stimme. Aber der schnelle Achilleus gab ihm verärgert zur Antwort: »Xanthos, was sagst du den Tod mir voraus? Das hast du nicht nötig. Selber weiß ich genau, daß es hier mir bestimmt ist zu fallen, ferne den teuren Eltern. Trotzdem will ich noch länger unermüdlich den Troern die Lust am Kampfe vergällen!« Schreiend wies dem Gespann er die Richtung, unter den ersten.“ [Homer: Ilias. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 5263 (vgl. Homer-W Bd. 1, S. 374 ff.) (c) Aufbau-Verlag] Als Achilleus getötet wurde wollten die beiden Pferde die Menschen verlassen, aber die Götter gaben ihnen den Bebefehl noch Neoptolemos zu dienen und ihn später ins Elysium zu tragen. 2. Ein Sohn des Aigyptos bei Hygin fab. 170. Er wurde von seiner ihm wider Willen angetrauten Gemahlin Arkania in der Hochzeitsnacht erdolcht und geköpft. 3. Ein Sohn der Niobe; nach Pherekydes frg. 126. 4. Ein Sohn des Tremiles und der ogygischen Nymphe Praxidike, Bruder von Kragos, Tloos und Pinaros; nach Polycharmes u. a. Panyassis bei Stephanos Byzantios nennt sie Ogygia 4. Lykische Berg-, Orts- und Stammesnamen werden durch diese genealogische Konstruktion erklärt. 5. Ein Sohn des Erymanthos 3, Vater der Psophis; Pausanias 8,24,1. 6. Ein Troier, Sohn des Phainops, der im Kampf um Troia von Diomedes getötet wurde; Ilias 5,152: „Dann griff Xanthos und Thoon er an, die Söhne des Phainops. Beide waren noch jung, den Vater bedrückte das Alter, andere Söhne besaß er nicht als Erben der Schätze. Sie erschlug Diomedes, raubte das wonnige Leben beiden, ließ dem Vater nur Jammer und bittere Trauer. Nicht mehr sollte er sie umarmen bei glücklicher Heimkehr aus der Schlacht; entfernte Verwandte teilten das Erbe.“ [Homer: Ilias. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 4750 (vgl. Homer-W Bd. 1, S. 82) (c) Aufbau-Verlag] 7. Ein sonst unbekannter König von Troizen; Schol. Kallimachos hymn. 4,41. 8. Ein Sohn des peloponnesischen Triopas und der Sosis. Er herrschte in Lykien und besiedelte nach Diodor 5,81 die damals noch menschenleere Insel Lesbos. Hygin fab. 145 nennt eine Arestoris als seine Mutter. 9. Ein König von Kreta, der die Europe geraubt haben soll; Augustin. civ. D. XVIII 24. 10. Einer der 12 Pane im Heer des Dionysos auf dem Indienfeldzug. Bei Nonnos Dionysiaka 14,67ff hatte der Naturgott Pan Kinder: „Auch die Bewohner der Felsen, geschützt von natürlichen Dächern, Pane genannt nach ihrem die Wildnis durchstreifenden Vater, rüsteten sich gemeinsam zum Krieg. Ihr Äußeres wurde durch die Vermischung von Mensch und zottiger Ziege gebildet. Derart seltsam gestaltet, mit stattlichen Hörnern am Kopfe, waren zwölf Pane zur Stelle, die unmittelbar von dem einen Ahnherren abstammten, der in den Bergen hauste. Von ihnen nannte man einen Kelaineus, seinem Äußren entsprechend, einen andern Argennos, aus nämlichem Grunde. Den dritten rief man, sehr passend, Aigókoros, weil er bei weidender Herde überreichlich die Milch trank, die er den Eutern entpreßte; Eugeneios den vierten, vortrefflichen Pan, dem die Wangen wallende Locken umwucherten, ähnlich üppigen Wiesen. Dáphoineus rüstete sich mit dem Hirten Omester, und Phobos schritt dem dichtbehaarten Philamnos wacker zur Seite. Glaukos marschierte zusammen mit Xanthos; ersterem glänzten ringsum die Glieder täuschend genau in den Farben des Meeres, letzterer hatte, gehörnter Bewohner von Felsschroffen, seinen Namen empfangen um seiner blonden Haupthaare willen.“ [Nonnos: Leben und Taten des Dionysos. Dichtung der Antike von Homer bis Nonnos, S. 8380 (vgl. Nonnos-W Bd. 1, S. 212) (c) Aufbau-Verlag] 11. Ein boiotischer König, der im Zweikampf gegen Melanthos fiel. 12. Ein Milesier, der seine von den Kelten geraubte Frau von den keltischen Fürsten zurückkaufen konnte; Parthen. 8. 13. Sohn des Ptolemaios 2; mit ihm erlosch das Königshaus von Theben; Pausanias 9,5,15f. 14. Vater der Lykia 1, die dem Apollon den Pataros 1 schenkte; Stephanos Byzantios. 15. Sohn des Lapeon, Bruder des Pataros 2. Die beiden Brüder waren zuerst Seeräuber, ließen sich dann aber in Lykien nieder. Dort gründete Xanthos eine Stadt, benannte sie nach sich und wurde damit Eponymos der Stadt und des Flusses Xanthos in Lykien; Eustathios zu Dionysios Periegetes 129. 16. Ein Pferd des Hektor; Homer Ilias 8,185. 17. Ein Pferd des Diomedes; Hygin fab.30. 18. Ein Pferd des Erechtheus; Nonnos Dion. 37,157. 19. Ein Pferd des Kastor; Stesichoros frg. 521. 20. Nach Stephanos Byzantios ägyptischer oder kretischer Oikist der Stadt Xanthos. 21. Ein Fluss; Homer Ilias 14,433f: „Als sie aber zur Furt gelangten des strömenden Flusses Xanthos, des wirbelnden, den einst Zeus, der unsterbliche, zeugte, …..“ (Homer: Ilias, in der Übersetzung von Roland Hampe. Stuttgart: Phillip Reclam jun. Gmbh. & Co, 1979.) 22. Alkinoe, eine Tochter des Polybos 6, verliebte sich in einen Samier Xanthos; Moiro bei Parthenaios 27. 23. Vater der Glaukippe 2, die u. a. als Mutter von Hekabe genannt wird. Der Vater ist Eioneus 4. 24. Eurythemiste 1, sie wird u. a. als Gemahlin des Tantalos 1 genannt, hatte einen Xanthos als Vater.